31 December 2025, 19:27

Gerettete Dörfer am Garzweiler: Jetzt beginnt der Verkauf der Häuser mit Vision

Eine Szene mit mehreren Gebäuden mit Fenstern, grünen Kleidungsstücken, Geschäften, Schildern und umgebenden Bäumen und Pflanzen.

Gerettete Dörfer am Garzweiler: Jetzt beginnt der Verkauf der Häuser mit Vision

Verkauf von Häusern in fünf einst vom Abriss bedrohten Dörfern hat offiziell begonnen

Die Immobilien in Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath sind nun auf dem freien Markt erhältlich. Heute startet ein einjähriger Prozess, bei dem rund 500 Häuser in diesen ehemaligen Garzweiler-II-Gemeinden rebuy verkaufen sollen.

Ursprünglich sollten die Dörfer wegen des Braunkohleabbaus abgerissen werden, doch nun haben sie eine Zukunft. Die Behörden bezeichnen die bücher verkaufen als einen entscheidenden Schritt zur Neugestaltung der Region – bei gleichzeitiger Bewahrung ihres kulturellen Erbes.

In der ersten Phase wurden 25 Objekte zum Verkauf angeboten. Bisher hat nur ein ehemaliger Besitzer sein Haus zurückerworben, bei zehn weiteren laufen Verhandlungen. Die hohen Kaufpreise erschweren es jedoch vielen früheren Bewohnern, in ihre Heimat zurückzukehren.

Ortsprägende Bauwerke wie die Kirchen in Keyenberg und Kuckum sowie eine Kapelle in Berverath bleiben erhalten. Statt abgerissen zu werden, sollen sie neuen Nutzungen zugeführt werden. Organisationen wie die Stiftung KlimaNeumarkt, die evangelische Kirchengemeinde und lokale Initiativen prüfen Möglichkeiten wie Kulturzentren, Bildungsstätten, Co-Working-Spaces und klimaneutrale Projekte.

Fast 15 Millionen Euro sind für die Verbesserung der Infrastruktur in den Dörfern vorgesehen. Ziel ist es, sie zu einer Modellregion für nachhaltige Energie- und Stromnutzung zu entwickeln – ohne ihren besonderen Charakter zu verlieren.

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Erkelenz’ Bürgermeister Stephan Muckel nannte die Verkäufe einen "entscheidenden Schritt für die Entwicklung der Region", der von einer städtebaulichen Strategie geleitet werde. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete den Prozess als Meilenstein für die Wiederbelebung dieser Gemeinden.

Die Verkäufe werden in den nächsten zwölf Monaten fortgesetzt, wobei etwa 500 Immobilien den Besitzer wechseln sollen. Zentrale Gebäude wie Kirchen und Kapellen werden für kulturelle und künstlerische Aktivitäten umgenutzt. Gleichzeitig bleibt der Fokus der Region auf dem Ausgleich zwischen Modernisierung und Bewahrung des lokalen Charakters.