12 February 2026, 07:19

Gil Ofarim nach Dschungelcamp-Sieg erneut in der Kritik wegen alter Vorwürfe

Eine Karikatur-Szene im Gerichtssaal mit einem Richter in der Mitte, der einen Stock und ein Buch hält und von Menschen umgeben ist, die stehen und sitzen, mit Papieren auf dem Boden, die "Schweigegeld oder Geld für die Kanalisation" lesen.

Ofarim ärgerlich über eigene Äußerungen zum Prozess - Gil Ofarim nach Dschungelcamp-Sieg erneut in der Kritik wegen alter Vorwürfe

Gil Ofarim steht nach seinem Sieg in der jüngsten Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" erneut in der Kritik. Der Sänger wurde Anfang 2026 zum "Dschungelkönig" gekürt, doch sein Auftritt in der Show brachte die Debatte um seine umstrittenen Antisemitismus-Vorwürfe aus dem Jahr 2021 wieder auf. Mittlerweile haben sich sowohl Mitkandidaten als auch der zu Unrecht beschuldigte Hotelmitarbeiter zu Ofarims Umgang mit dem Fall geäußert – und zeigen sich enttäuscht.

Der Streit begann 2021, als Ofarim einem Leipziger Hotelangestellten, Markus W., in einem Instagram-Post vorwarf, antisemitische Bemerkungen gemacht zu haben. Die Anschuldigung führte zu einem viel beachteten Prozess. Später zog Ofarim seine Vorwürfe im Rahmen eines Verleumdungsverfahrens zurück und entschuldigte sich. Er gab zu, dass die Beschuldigungen falsch gewesen waren, und das Gericht sprach den Mitarbeiter frei.

In der RTL-Dschungelshow wollte Ofarim das Thema zunächst komplett vermeiden. Doch schließlich brachte er es selbst zur Sprache – und deutete an, die Sicherheitsaufnahmen des Hotels könnten manipuliert worden sein. Seine Camp-Kollegen kritisierten, dass er die Angelegenheit nicht offener angehe. Später erklärte Ofarim, es bereue, den Fall überhaupt erwähnt zu haben, und betonte, seine Äußerungen seien keine "Insider-Informationen", sondern Punkte gewesen, die bereits öffentlich bekannt waren.

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Markus W., der fälschlich beschuldigte Mitarbeiter, zeigte sich unterdessen verärgert. Gegenüber Medien erklärte er, er sei das eigentliche Opfer des Vorfalls – nicht Ofarim. Zudem warf er dem Sänger vor, sich weiterhin als Opfer darzustellen, statt die volle Verantwortung für die falschen Anschuldigungen zu übernehmen.

Ofarims öffentliches Image hat sich seit 2021 radikal gewandelt. Wurde er anfangs weithin als Opfer von Antisemitismus wahrgenommen, entpuppten sich seine Vorwürfe später als haltlos. Sein jüngster Dschungelcamp-Sieg lenkte die Aufmerksamkeit erneut auf den Fall – Kritiker werfen ihm vor, die durch seine Handlungen verursachten Schäden bis heute nicht ausreichend anzuerkennen.

Die Folgen von Ofarims Anschuldigungen von 2021 belasten seinen Ruf weiterhin. Sein Dschungelcamp-Triumph hat die Vorbehalte weder beim zu Unrecht Beschuldigten noch bei denen ausräumen können, die ihm mangelnde Reue vorwerfen. Der Fall bleibt ein prägendes Beispiel für die Konsequenzen falscher Beschuldigungen – und die Diskussionen darüber reißen nicht ab.