22 December 2025, 11:31

Gold und Silber auf Karton: Wie Dresden Pappen jedes Weihnachtsgeschenk aufwerten

Ein Tisch mit einer Vase voller Blumen, Blumen und einigen Karten, mit Metallstangen, einer Maschine und Büchern im Hintergrund.

Gold und Silber auf Karton: Wie Dresden Pappen jedes Weihnachtsgeschenk aufwerten

Gold und Silber auf Pappe: Wie Dresdner Pappornamente jedes Weihnachtsgeschenk veredeln

Ein Sammler, eine vergessene Werkstatt und Andy Warhol: Dresdner Pappornamente sind seit Jahren ein Kultphänomen – und verzaubern noch immer mit Gold und Silber die Weihnachtsgeschenke aller

Dresdner Ornamente, filigrane vergoldete Dekorationen aus Pappe, blicken auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. Ursprünglich als preiswerte Alternative zu feinen Metallarbeiten oder geschnitztem Holz geschaffen, ziehen diese kleinen Prägestücke heute Sammler auf der ganzen Welt in ihren Bann. Selbst der Pop-Art-Künstler Andy Warhol ließ sich von ihrem Charme inspirieren und integrierte sie in eine seiner Weihnachtsbaum-Collagen.

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Die Geschichte der Dresdner Pappornamente begann im späten 19. Jahrhundert. Lokale Werkstätten in Sachsen fertigten sie als erschwinglichen Festschmuck – geformt als Federn, Sterne, Hasen oder sogar Buchstaben. Mit jahrhundertealten Formen und handwerklicher Prägetechnik entstanden so aufwendige Designs, die bis heute beliebt sind.

Viele der ursprünglichen Motive wie Störche, Schiffe oder Engel werden noch immer produziert. Die moderne Künstlerin Angela Kleinediekmann entdeckte die letzten verbliebenen Hersteller dieser Ornamente in Sachsen wieder und verarbeitet sie heute in ihren eigenen Collagen – so bleibt die Tradition lebendig. Doch die Faszination für die Pappornamente beschränkt sich nicht auf den Weihnachtsbaum. Schon in den 1950er-Jahren bezog Warhol mehrere Dresdner Entwürfe in eine seiner Collagen ein, von denen einige noch heute gefertigt werden. Gleichzeitig sind Vintage-Stücke aus der Zeit um 1900 bei Sammlern hochbegehrt – geschätzt für ihre handwerkliche Kunstfertigkeit und historische Verbundenheit.

Die Herstellung der Dresdner Ornamente erfolgt noch immer nach den gleichen Methoden wie vor hundert Jahren. Ihre Präsenz in der Kunst, von Warhols Werken bis zu Kleinediekmanns Collagen, unterstreicht ihre anhaltende kulturelle Bedeutung. Diese kleinen Dekorationen aus Pappe bleiben eine greifbare Verbindung zu einer langlebigen festlichen Tradition.