13 June 2026, 02:33

Greenlyte und Eurowings bauen erste SAF-Anlage am Düsseldorfer Flughafen

Nachhaltiger Kerosin: Eurowings und Start-up werden Partner

Greenlyte und Eurowings bauen erste SAF-Anlage am Düsseldorfer Flughafen

Greenlyte und Eurowings kooperieren bei der Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf

Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um am Düsseldorfer Flughafen nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, SAF) herzustellen. Ziel der Partnerschaft ist der Bau einer neuen Anlage, die aus abgeschiedenem Kohlendioxid und grünem Wasserstoff synthetischen Kraftstoff erzeugt. Eurowings wird in den ersten drei Betriebsjahren den gesamten produzierten Treibstoff abnehmen.

Beide Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung zum Bau des sogenannten „Reallabor“-Werks. Die Technologie von Greenlyte filtert CO₂ aus der Luft und verbindet es mit grünem Wasserstoff, um daraus Kraftstoff herzustellen. Mit dem Genehmigungsverfahren soll 2026 begonnen werden, der Baustart ist für 2027 geplant.

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Ab 2028 soll die Anlage jährlich rund 150 Tonnen SAF produzieren – eine Menge, die bei einer maximal zulässigen 50-prozentigen Beimischung für etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma ausreichen würde. Florian Hildebrand, Geschäftsführer von Greenlyte, schätzt die Projektkosten auf über 10 Millionen Euro.

Die Pilotanlage dient vor allem als Machbarkeitsnachweis für die Technologie. Gleichzeitig soll sie zeigen, wie sich die strombasierte SAF-Produktion für eine größere Serienfertigung hochskalieren lässt. Jens Bischof, Vorstandsvorsitzender von Eurowings, betonte, dass das Projekt beweise, „dass ein solcher Kraftstoff technisch realisierbar ist“.

Der produzierte SAF wird voraussichtlich bis zu zehnmal teurer sein als herkömmliches Kerosin. Dennoch hat sich Eurowings verpflichtet, die gesamte Produktion der ersten drei Jahre abzunehmen. Das Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt, um nachhaltigen Flugkraftstoff zu einer praktikablen Option für den kommerziellen Luftverkehr zu machen.

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