Gremmendorf diskutiert über umstrittene Straßennamen aus der NS-Zeit
Tilo RohtGremmendorf diskutiert über umstrittene Straßennamen aus der NS-Zeit
Bezirksrat Südost entscheidet über Straßenumbenennung in Gremmendorf
Zwei Straßen im Münsteraner Stadtteil Gremmendorf könnten bald neue Namen tragen. Der Lüderitzweg und der Woermannweg wurden beide in der NS-Zeit benannt – nun gibt es Forderungen nach einer Änderung. Der Bezirksrat Südost stimmt am 9. Dezember 2025 über das Anliegen ab.
Die Initiative zur Umbenennung der Straßen entstand vor dem Hintergrund ihrer historischen Belastung. Die Namensgeber, Adolf Lüderitz und Adolph Woermann, stehen in Verbindung mit kolonialer Gewalt und rassistischen Ideologien. In einer Petition wiesen Initiatoren auf diese Bezüge hin und forderten die Stadt auf, gemäß ihren Richtlinien für öffentliche Ehrungen zu handeln.
Die endgültige Entscheidung liegt beim Bezirksrat Südost. In der Abstimmung am 9. Dezember 2025 wird darüber entschieden, ob Lüderitzweg und Woermannweg umbenannt werden. Das Ergebnis wird zeigen, wie Münster mit umstrittenen historischen Erblasten im öffentlichen Raum umgeht.
