Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet internationale Rettungskräfte
Leokadia MansGrenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet internationale Rettungskräfte
Großübung für den internationalen Katastrophenschutz in Gangelt
Am vergangenen Wochenende fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Beteiligt waren Einsatzkräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien, die gemeinsam einen simulierten Großschadensfall bewältigten. Mehr als 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio Maas-Rhein nahmen an der Übung teil.
Das Szenario sah einen komplexen Verkehrsunfall vor, an dem ein Gefahrguttransporter, ein Reisebus und mehrere Pkw beteiligt waren. Dutzende Verletzte, eingeklemmte Personen und ein austretender giftiger Stoff aus dem Lkw stellten die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Niederländische Einheiten in Spezialschutzausrüstung sicherten das gefährliche Material, während Drohnen die Lage aus der Luft erkundeten.
Für die Dauer der Übung wurde die Kreisstraße 13 in Gangelt gesperrt und erst am späten Samstagabend wieder freigegeben. Die Veranstalter werteten die Übung im Nachgang als Erfolg und betonten die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit – trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme in den beteiligten Ländern.
Es handelte sich um die erste Großübung dieser Art seit acht Jahren. In den vergangenen fünf Jahren haben rund zwölf internationale Rettungsorganisationen – darunter das THW (Deutschland), die Brandweer (Niederlande) und der Zivilschutz (Belgien) – an ähnlichen Übungen wie Euregio Rescue 2023 oder Maas-Rhein Safety 2025 teilgenommen. Solche Einsätze gelten besonders in Grenzregionen als unverzichtbar, wo der schnelle Zugang zu nahen Krankenhäusern oder Spezialausrüstung aus Nachbarländern entscheidend sein kann.
Die Übung zeigte, wie Rettungskräfte aus verschiedenen Ländern im Krisenfall effektiv zusammenarbeiten können. Künftige Übungen dieser Art sollen die Koordination in der Euregio Maas-Rhein weiter verbessern. Gleichzeitig unterstrich das Ereignis die Bedeutung gemeinsamer Einsatzprotokolle bei großflächigen Schadenslagen.






