H2-Trust: Blockchain revolutioniert Transparenz in der Wasserstoffbranche bis 2027
Tilo RohtH2-Trust: Blockchain revolutioniert Transparenz in der Wasserstoffbranche bis 2027
H2-Trust: Neues digitales System soll Wasserstoffbranche revolutionieren
Ein neues digitales System namens H2-Trust könnte die Wasserstoffwirtschaft grundlegend verändern – durch die Nachverfolgung von Lieferketten und die Vereinfachung von Vorschriften. Mithilfe von Blockchain-Technologie fungiert es als fälschungssichere „Signatur“ für Wasserstoff und garantiert so Transparenz von der Produktion bis zur Endnutzung. Das Projekt ist Teil einer breiter angelegten Initiative, um den Sektor effizienter und zuverlässiger zu gestalten.
Die H2-Trust-Lösung wird als Open-Source-Plattform entwickelt, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden. Ihr modularer Aufbau ermöglicht maßgeschneiderte Anpassungen und dient gleichzeitig als grundlegendes Werkzeug für den gesamten Wasserstoffmarkt. Die Finanzierung in Höhe von rund 2 Millionen Euro stammt aus dem EFRE/JTF-Programm in Nordrhein-Westfalen; die Forschungsarbeiten laufen von März 2024 bis Februar 2027.
Automatisierte Compliance als zentrales Merkmal Ein Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung der Einhaltung komplexer Regularien – etwa der Kriterien der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) für grünen Wasserstoff. Da diese Vorschriften je nach Produktionsmethode und Lieferkettenabhängigkeiten variieren, gestaltet sich die manuelle Dokumentation oft schwierig. Bis Mitte 2026 sollen erste Prototypen mit Industriepartnern getestet werden; zwei Unternehmen stehen bereits für Pilotprojekte in Verhandlungen.
Regionale Wirtschaft wird einbezogen Zum Projekt gehört zudem der „BlockcH2ain“-Transferkreis, der lokale Betriebe bei der Einführung digitaler Produktpässe für Wasserstoff unterstützen soll. Das frühe Interesse von Unternehmen deutet auf starke Branchenrückende hin. Langfristig könnte sich H2-Trust als neutrale, wissenschaftlich fundierte Alternative zu bestehenden Lösungen etablieren.
Blockchain für sichere Datenerfassung Das System nutzt Blockchain, um Wasserstoffdaten unveränderbar zu speichern – mit dem Ziel, bürokratischen Aufwand zu verringern und das Vertrauen in Lieferketten zu stärken. Gelingt das Vorhaben, könnte es die Funktionsweise des Wasserstoffmarktes in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.






