Hagen startet radikalen Kampf gegen verfallene Häuser mit neuem Stadtpakt
Marie-Theres SegebahnHagen startet radikalen Kampf gegen verfallene Häuser mit neuem Stadtpakt
Hagen hat einen ehrgeizigen Plan gestartet, um das wachsende Problem von verlassenen und verfallenen Gebäuden in der Stadt zu bekämpfen. Der sogenannte Hagener Pakt führt strengere Regeln für Eigentümer ein und gibt der Stadt gleichzeitig mehr Kontrolle über die städtische Entwicklung. Die Verantwortlichen hoffen, dass das Programm Schlüsselbereiche innerhalb des nächsten Jahrzehnts grundlegend verändern wird.
Im Mittelpunkt des Pakts stehen drei Hauptgebiete: das Umfeld des Hagener Hauptbahnhofs, Altenhagen und Weringhausen. In diesen Zonen sollen kurzfristig die dringendsten Maßnahmen umgesetzt werden – verfallene Gebäude werden in den kommenden Jahren entweder saniert oder abgerissen. Die Stadtspitze betont, dass erste sichtbare Fortschritte bis 2027 erkennbar sein müssten.
Gleichzeitig erhält der Stadtrat erweiterte Planungsbefugnisse. Bauministerin Ina Scharrenbach unterstützt gesetzliche Änderungen, die Hagen mehr Eingriffsrechte bei vernachlässigten Immobilien einräumen sollen. Eigentümer, die ihre Gebäude verkommen lassen, müssen künftig mit härteren Strafen rechnen.
Eine vollständige Umsetzungsstrategie soll bis Februar 2026 finalisiert werden. Über die baulichen Sanierungen hinaus zielt der Pakt auch darauf ab, die soziale Durchmischung zu fördern und als problematisch geltende Viertel aufzuwerten. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen städtischen Entwicklungsplans.
Der Hagener Pakt markiert einen deutlichen Kurswechsel im Umgang mit städtischem Verfall. Durch konsequentere Kontrollen und klarere Kompetenzen will die Stadt die Zahl der Ruinen langfristig reduzieren. Die ersten konkreten Veränderungen dürften innerhalb der nächsten drei Jahre sichtbar werden.
