Helios-Schule Köln: Von 92 auf 157 Millionen – und noch immer keine Eröffnung
Tilo RohtHelios-Schule Köln: Von 92 auf 157 Millionen – und noch immer keine Eröffnung
Die Helios-Schule in Köln – einst als Leuchtturmprojekt der Bildung geplant – steckt in schweren Verzögerungen und explodierenden Kosten. Ursprünglich sollte die Schule 2024 eröffnet werden, doch die Fertigstellung hat sich nun auf 2027 verschoben. Ein Fernsehbericht am 22. Oktober 2025 wird die anhaltenden Probleme hinter den Rückschlägen genauer unter die Lupe nehmen.
Das Budget des Projekts ist mittlerweile von 92 Millionen auf 157 Millionen Euro angestiegen. Allein die Pläne für Mess- und Regelungstechnik sind inzwischen fünfmal umfangreicher als ursprünglich vorgesehen. Währenddessen sind die Schülerinnen und Schüler weiterhin auf drei provisorische Standorte verteilt, da sich die Bauarbeiten hinziehen.
Im vergangenen Jahr führte die Stadt Köln nach Mängeln an der Fassade die Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Unternehmen nicht fort. Auch der Planer für die Gebäudetechnik wurde wegen schwerwiegender Baumängel ersetzt. Nun wurde ein unabhängiger Gutachter beauftragt, die gesamte Fassade zu prüfen, nachdem weitere Probleme am Gebäudesockel aufgetreten sind.
Die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Helios-Grundschule sind über die Verzögerungen zunehmend verärgert. Im November wollen sie protestieren und fordern, der Bildung höhere Priorität einzuräumen sowie einen klaren Zeitplan für den Umzug in das neue Gebäude.
Die Helios-Schule sollte eigentlich modernes Lernen vorleben – unter anderem durch eine Kooperation mit der Universität zu Köln. Doch anhaltende Mängelprüfungen, Abrissarbeiten und die Suche nach neuen Auftragnehmern haben den Fortschritt zum Erliegen gebracht.
Die Stadt untersucht weiterhin mögliche Baumängel, während die Kosten weiter in die Höhe schnellen. Mit der Eröffnung erst 2027 müssen Schüler, Eltern und Lehrkräfte noch Jahre mit Unsicherheit leben. Der anstehende TV-Beitrag wird die Herausforderungen hinter einem der problematischsten Bauprojekte Kölns beleuchten.






