18 April 2026, 22:33

Hitlers Mercedes 770 kommt unter den Hammer – ein umstrittenes Stück Geschichte

Vintage Mercedes-Benz-Werbung aus den 1930er Jahren mit einem Plakat, das ein Auto, zwei Personen im Innern und ein Geb├Ąude im Hintergrund zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Hitlers Mercedes 770 kommt unter den Hammer – ein umstrittenes Stück Geschichte

Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, kommt unter den Hammer. Das Fahrzeug, ein Symbol der Macht zur NS-Zeit, wird seit dem Zweiten Weltkrieg in den USA aufbewahrt. Die Versteigerung übernimmt das Auktionshaus Worldwide Auctioneers – Experten erwarten ein Angebot im Millionenbereich.

Dieser spezielle Mercedes-Benz 770 (W 150) diente Hitler zwischen 1939 und 1943 als Paradewagen. Er nutzte ihn bei prominenten Anlässen, darunter eine Fahrt durch München 1940 mit Benito Mussolini sowie einen Siegesszug durch Berlin. Der offene Tourenwagen transportierte häufig ausländische Staatsführer und unterstreicht damit seine historische Bedeutung.

Nach Kriegsende beschlagnahmten alliierte Truppen den Wagen und brachten ihn in die USA. Seither wurde er akribisch gepflegt und befindet sich noch immer im Originalzustand. Das Modell selbst ist äußerst selten – nur 88 Exemplare wurden jemals gebaut.

Der Wagen war speziell für Hitler angepasst worden, mit einer verstärkten Windschutzscheibe und gepanzerten Seitenteilen. Unter der Haube verbarg sich ein 7,7-Liter-Reihenkraftmotor mit acht Zylindern und 230 PS, wobei die Geschwindigkeit bei Paraden auf 80 km/h (50 mph) begrenzt war. Zur damaligen Zeit kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Variante auf 47.500 Reichsmark (196.000 Euro) kam.

Bereits jetzt liegt ein Gebot über sieben Millionen Dollar vor, das der Verkäufer jedoch ablehnte – vermutlich in der Hoffnung auf einen höheren Preis. Schätzungen gehen von einem Wert zwischen sieben und neun Millionen Dollar aus.

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Die Auktion rückt nicht nur die Seltenheit des Fahrzeugs in den Fokus, sondern auch seine düstere historische Verknüpfung. Sollte der Wagen innerhalb der erwarteten Preisspanne verkauft werden, könnte er zu einem der teuersten Artefakte aus der NS-Zeit werden, die jemals gehandelt wurden. Der endgültige Preis wird sowohl seinen technischen Ruhm als auch seine umstrittene Vergangenheit widerspiegeln.

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