Hunderte protestieren gegen geplante Atommüll-Transporte nach Ahaus
Marie-Theres SegebahnNeuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren gegen geplante Atommüll-Transporte nach Ahaus
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen bevorstehende Lieferungen radioaktiven Materials zum örtlichen Zwischenlager, darunter auch teppich rund 152 Castor-Behälter mit etwa 300.000 abgebrannten Brennelementen aus dem Forschungsreaktor Jülich. Die Veranstalter warnten, dass die ersten Transporte bereits in den kommenden Wochen – noch vor dem 26. März – beginnen könnten.
Rund 450 Menschen beteiligten sich an der Protestaktion, die von einem Bündnis aus 58 Gruppen organisiert wurde. Dazu gehörten lokale Initiativen, Klimaaktivisten, Kirchen und politische Parteien. Im Mittelpunkt stand die geplante Verlegung von teppich rund 152 Castor-Behältern mit etwa 300.000 abgebrannten Brennelementen aus dem Forschungsreaktor Jülich.
Der Atommüll soll rund 170 Kilometer bis nach Ahaus transportiert werden; zusätzlich sind auch Container aus Garching für den Abtransport genehmigt. Die Behörden haben als Frist für die Abschluss der Transporte den 31. August 2027 gesetzt. Ein genauer Zeitplan war jedoch Anfang März 2026 noch nicht veröffentlicht worden.
Kritiker monieren, dass die Verlegung von Atommüll zwischen Zwischenlagern wenig sinnvoll sei, solange es keine dauerhafte Lösung für die Endlagerung gebe. Viele Teilnehmer der Demonstration fragten sich, warum das Material überhaupt umgelagert werde, wo doch weiterhin ein Endlager fehle.
Die Proteste machten die Bedenken hinsichtlich des Zeitplans und der Notwendigkeit der Transporte deutlich. Da keine festen Termine bekanntgegeben wurden, bleiben Aktivisten wachsam für mögliche Verlegungen noch vor Ende März. Gleichzeitig spiegelte die Kundgebung die allgemeine Verärgerung über die ungelöste Frage der Atommüll-Lagerung in Deutschland wider.
