04 February 2026, 02:56

Immer mehr Banken beenden Geschäftsbeziehungen zur AfD – was steckt dahinter?

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".

Immer mehr Banken beenden Geschäftsbeziehungen zur AfD – was steckt dahinter?

In den letzten Monaten haben weitere deutsche Banken ihre Geschäftsbeziehungen zur rechtsextremen AfD abgebrochen. Die jüngsten Kontoschließungen der Deutschen Bahn und der Bahn follow-up Banken folgen früheren Entscheidungen von Instituten wie der Volksbank Düsseldorf-Neuss und der Berliner Volksbank. Diese Schritte unterstreichen die wachsenden Spannungen zwischen Finanzunternehmen und politischen Gruppen, die von den Behörden unter Beobachtung stehen.

Die aktuelle Welle von Kontokündigungen begann mit der Verbundvolksbank OWL und der Volksbank Ostwestfalen. Beide Banken beendeten die Betreuung des AfD-Kreisverbands Minden-Lübbecke und begründeten dies mit Konflikten zu ihren genossenschaftlichen Werten. Bereits zuvor hatten die Deutsche Kreditbank im September 2025 und die Berliner Volksbank im Sommer 2024 ähnliche Maßnahmen ergriffen.

Auch ein AfD-Verband in Nordrhein-Westfalen sah sich mit Ablehnungen von Deutscher Bank, Commerzbank und Targobank konfrontiert, nachdem eines seiner Konten geschlossen worden war. Diese Vorgehensweisen zeigen, dass Banken Parteien, die vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft werden, die Dienstleistungen verweigern können. Sparkassen hingegen sind gesetzlich verpflichtet, allen Kunden Konten anzubieten, dürfen die AfD aber öffentlich kritisieren.

Seit den letzten Schließungen haben keine weiteren Banken ähnliche Schritte angekündigt. Der Streit eskaliert, während die AfD weiterhin in einem Rechtsstreit mit dem Verfassungsschutz über ihre Einstufung liegt.

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Für Banken, die die AfD ablehnen, kann dies ihr Ansehen bei Kunden stärken, die rechtsextreme Politik ablehnen. Werden die Konten jedoch offen gehalten, riskieren die Institute, als tolerant gegenüber den Aussagen der Partei wahrgenommen zu werden. Die Situation spiegelt die größere Debatte über Finanzdienstleistungen und politische Neutralität in Deutschland wider.