04 February 2026, 13:24

Jacques Tilly fordert Verbot von Pferden in deutschen Karnevalsumzügen

Ein Gemälde eines Karnevalsumzugs mit Menschen in bunten Kostümen, die auf Pferden vor einem geschmückten Schwimmer reiten, vor einem Hintergrund aus Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Schwimmerbauer Jacques Tilly gegen Pferde in Karnevalsumzügen - Jacques Tilly fordert Verbot von Pferden in deutschen Karnevalsumzügen

Der Einsatz von Pferden in Karnevalsumzügen hat in Deutschland eine neue Debatte ausgelöst. Der renommierte Wagenbauer Jacques Tilly, bekannt für seine satirischen Kreationen beim Düsseldorfer Rosenmontagszug, hat sich nun gegen diese Tradition ausgesprochen. Seine Haltung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Tierschutzorganisationen und Sicherheitsbedenken strengere Regelungen fordern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jacques Tilly, eine prägende Figur der deutschen Karnevalsszene, hat lokale Politiker und Karnevalsvereine aufgefordert, auf Pferde in Umzügen zu verzichten. Er argumentiert, dass die Tiere unnötigem Stress und Risiken in überfüllten, lauten Veranstaltungen ausgesetzt seien. Sein Appell folgt ähnlichen Bedenken der Tierrechtsorganisation PETA, die behauptet, Pferde würden während der Umzüge leiden.

In Bonn haben die Verantwortlichen Pferde bereits aus den Umzügen verbannt – aus Gründen des Tierschutzes und der Sicherheit. Andere deutsche Städte haben jedoch noch kein vollständiges Verbot oder strenge Auflagen erlassen. In Gronau müssen die Veranstalter zwar eine schriftliche Genehmigung der Behörden einholen, doch Pferde sind weiterhin erlaubt.

Tillys Engagement für das Thema fällt in eine schwierige Phase für den Designer: Gegen ihn laufen in Russland derzeit juristische Verfahren wegen angeblicher Verleumdung staatlicher Institutionen, darunter des Militärs und von Präsident Putin. Dennoch bleibt er in Deutschland eine laute Stimme für den Tierschutz.

Auch PETA drängt Kommunalpolitiker dazu, Pferde in Umzügen zu verbieten, und verweist auf Gefahren für die öffentliche Sicherheit. Die Organisation weist auf Vorfälle hin, bei denen Tiere in lauten, chaotischen Umgebungen in Panik gerieten und dabei sich selbst sowie Zuschauer gefährdeten.

Die Diskussion über Pferde in Karnevalsumzügen gewinnt weiter an Fahrt – mit Tilly und PETA als treibende Kräfte für einen Wandel. Während Bonn bereits gehandelt hat, erlauben die meisten Städte die Praxis noch, wenn auch mit teilweise eingeschränkter Kontrolle. Das Ergebnis dieser Debatte könnte die Traditionen der deutschen Karnevalsfeiern nachhaltig verändern.