Jäger im Kreis Herford warten monatelang auf ihre Genehmigungen
Jäger im Kreis Herford müssen künftig deutlich länger auf die Bearbeitung ihrer Antragsunterlagen warten. Eine neue Bundesregelung hat das Genehmigungsverfahren verändert – mit zusätzlichen Prüfschritten und Kontrollen. Was früher innerhalb weniger Tage erledigt war, dauert nun Wochen oder länger.
Bis Ende 2022 bearbeitete die zuständige Jagdbehörde des Kreises Anträge auf Waffen- und Jagdscheine meist innerhalb weniger Tage. Zwar mussten alle Unterlagen vollständig vorliegen, doch der Prozess verlief zügig. Das änderte sich mit dem Inkrafttreten des "Gesetzes zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems" am 31. Oktober 2024.
Das Gesetz verschärfte die Vorgaben im Waffengesetz und im Bundesjagdgesetz. Seither umfassen die Hintergrundprüfungen Abfragen bei der örtlichen Polizei, dem Zollkriminalamt sowie früheren Wohnorten der Antragstellenden. Die erweiterten Kontrollen sollen die Zuverlässigkeit der Bewerber gründlicher überprüfen.
Im Kreis Herford gibt es derzeit rund 2.400 Jäger mit gültigem Jagdschein. Jährlich werden bis zu 500 Genehmigungen verlängert oder neu ausgestellt. Die Anträge laufen über das Online-Serviceportal der Behörde; sobald der Schein fertig ist, erhalten die Antragstellenden einen Anruf.
Um Verzögerungen zu vermeiden, rät die Behörde Jägern, deren Scheine am 31. März 2026 ablaufen, die Verlängerung ab dem 1. Dezember 2025 zu beantragen. Durch die neuen Anforderungen müssen Jäger frühzeitig planen, um Lücken in der Gültigkeit ihrer Dokumente zu vermeiden. Solange die strengeren Prüfungen gelten, bleiben die Bearbeitungszeiten verlängert. Wer eine Verlängerung benötigt, sollte seinen Antrag daher rechtzeitig vor Ablauf des aktuellen Scheins einreichen.






