07 April 2026, 16:33

Janinhoff revolutioniert Ziegelproduktion mit grünem Wasserstoff statt Erdgas

Plakette an einem Ziegelgebäude mit der Aufschrift "George Bower, Industrieller & Entwickler von Gasgeräten weltweit" umgeben von grünen Pflanzen.

Janinhoff revolutioniert Ziegelproduktion mit grünem Wasserstoff statt Erdgas

Janinhoff GmbH & Co. KG schreibt Geschichte: Als erster deutscher Ziegelhersteller stellt das Unternehmen seine Produktion komplett von Erdgas auf grünen Wasserstoff um. Das in Münster ansässige Traditionsunternehmen, das seit über einem Jahrhundert Ziegel und Klinker produziert, modernisiert seine Anlage – und das ohne Betriebsunterbrechung. Mit diesem mutigen Schritt will das Unternehmen die Emissionen in einer Branche senken, die jährlich für 1,74 Millionen Tonnen CO₂ verantwortlich ist.

Die Umstellung markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität bei thermischen Prozessen wie Brenn- und Schmelzvorgängen. Janinhoff unterzeichnete 2024 eine Klimaschutzvereinbarung mit der Bundesregierung und verpflichtete sich darin, die Emissionen bis 2030 um mindestens 60 Prozent und bis 2042 um 90 Prozent zu reduzieren. Das Ziel des Unternehmens: fast CO₂-freie Ziegel herstellen und so nachhaltige wie langlebige Produkte anbieten.

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Am 6. November 2025 besuchten Silke Krebs, Staatssekretärin, und Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin von NRW.Energy4Climate, Janinhoff, um sich über den Stand des Projekts zu informieren. Das Land Nordrhein-Westfalen und NRW.Energy4Climate unterstützen die Initiative als zentrale Partner. Dr. Caroline Foyer-Clitheroe, Leiterin der Klinkerproduktion bei Janinhoff, bezeichnete den Wechsel zu grünem Wasserstoff als einen "grundlegenden Wandel für das gesamte Unternehmen".

Janinhoffs Umstieg auf grünen Wasserstoff setzt neue Maßstäbe für die deutsche Ziegelindustrie. Das Projekt zeigt, wie traditionelle Fertigungsbetriebe strenge Klimavorgaben erfüllen können, ohne die Produktion einzuschränken. Gelingt die Transformation, könnte sie als Vorbild für ähnliche Vorhaben in anderen energieintensiven Branchen dienen.

Quelle