09 February 2026, 01:08

Karneval 2026 bringt Deutschland zwei Milliarden Euro – doch weniger als im Vorjahr

Eine Person in einem hellgelben Kleid lächelt in der Mitte eines Karnevalplakats, umgeben von der fett gedruckten Schrift "Karneval".

Karneval bringt Milliarden - Köln bleibt Absatzzentrum - Karneval 2026 bringt Deutschland zwei Milliarden Euro – doch weniger als im Vorjahr

Karnevalssaison 2026: Deutschland erwartet Umsätze von rund zwei Milliarden Euro – aber 100 Millionen weniger als im Vorjahr

Die Karnevalssaison 2026 wird in Deutschland voraussichtlich etwa zwei Milliarden Euro einbringen. Aufgrund der kürzeren Feierlichkeiten wird der Umsatz in diesem Jahr jedoch um rund 100 Millionen Euro niedriger ausfallen. Spitzenreiter sind dabei Gaststätten und Restaurants, die allein mit geschätzten 900 Millionen Euro rechnen können.

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Köln bleibt das Zentrum des Karnevalsgeschehens und verzeichnet mit rund 850 Millionen Euro über 40 Prozent der Gesamteinnahmen. Hotels in der Domstadt verlangen in der Hochphase fast 90 Euro mehr pro Nacht – ein Aufschlag von 66 Prozent gegenüber den regulären Preisen. In anderen Städten zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während Bremen und Rottweil Preissteigerungen von über zehn Prozent verzeichnen, sinken die Hotelkosten in Düsseldorf und Mainz leicht.

Der Einzelhandel wird mit Kostümen, Dekoration und weiteren Karnevalsartikeln etwa 400 Millionen Euro umsetzen. Der öffentliche Nahverkehr kommt auf voraussichtliche Einnahmen von 290 Millionen Euro, Übernachtungen bringen weitere 210 Millionen ein. Ticketverkäufe für Veranstaltungen und der Bau von Festwagen steuern 162 Millionen Euro bei.

Trotz des Rückgangs bei den Gesamteinnahmen bleibt der Tourismus stark: 2024 zählte Deutschland 496,1 Millionen Übernachtungen, wobei Bayern zu den beliebtesten Zielen gehörte. Detaillierte karnevalsspezifische Daten für andere Regionen liegen jedoch nicht vor.

Die Saison 2026 wird zwar beträchtliche Erträge erwirtschaften, bleibt aber hinter dem Vorjahresniveau zurück. Besonders profitieren werden Gastgewerbe, Restaurants und die Kölner Hotellerie. Die verkürzte Festdauer schlägt sich direkt in der Umsatzprognose nieder.