19 February 2026, 09:34

Karneval 2026: Köln und Düsseldorf mit weniger Besuchern, aber neuen Trends

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße, die eine Fahne mit der Aufschrift "Aufbrucksklima" schwenken, mit sichtbaren Gebäuden und geparkten Fahrzeugen.

Karneval 2026: Köln und Düsseldorf mit weniger Besuchern, aber neuen Trends

Karnevalssaison 2026: Weniger Besucher in Köln und Düsseldorf – aber neue Trends

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In der Karnevalssaison 2026 verzeichneten sowohl Köln als auch Düsseldorf weniger Besucher als im Vorjahr. Dennoch zogen die Feierlichkeiten weiterhin Scharen von Gästen aus ganz Deutschland und dem Ausland an – auch wenn die Zahlen in beiden Städten rückläufig waren. Ein genauer Blick auf die Statistiken offenbart Verschiebung bei der Zusammensetzung der Besucher und ihrer Aufenthaltsdauer.

Der Kölner Rosenmontagszug lockte 934.830 Menschen an, ein Rückgang um 15 Prozent im Vergleich zu 2025. Trotz des Besucherrückgangs feierten die Jecken länger: Im Schnitt blieben sie 13 Stunden und 3 Minuten – 22 Minuten mehr als im Vorjahr (12 Stunden und 41 Minuten). Zudem verzeichnete die Stadt an Rosenmontag, dem Höhepunkt des Karnevals, einen höheren mobilen Datenverbrauch.

In Düsseldorf nahmen 657.170 Menschen am Umzug teil, ebenfalls weniger als 2025. Hier war das Publikum deutlich jünger: 24,1 Prozent der Besucher waren zwischen 18 und 29 Jahre alt. Der Kölner Zug hingegen zählte an Rosenmontag einen höheren Anteil an Gästen über 50 Jahren.

Mehr Kölner als Düsseldorfer besuchten den Karneval in der jeweils anderen Stadt: 19.390 Kölner waren beim Düsseldorfer Umzug dabei. Beide Städte verzeichneten einen leichten Anstieg internationaler Gäste – in Köln lag ihr Anteil bei 7,5 Prozent, in Düsseldorf bei 7,2 Prozent (2025: jeweils rund 5 Prozent). Die meisten ausländischen Besucher Kölns kamen aus den USA und Großbritannien, während Düsseldorf vor allem Gäste aus Großbritannien, den Niederlanden und Polen anzog.

Anders als in Köln, wo der Datenverbrauch an Rosenmontag seinen Höhepunkt erreichte, nutzten die Düsseldorfer Jecken ihr mobiles Internet besonders intensiv während des Weiberfastnachts. Insgesamt verbrauchten die Kölner Karnevalsteilnehmer über die gesamte Session hinweg mehr mobile Daten.

Die Saison 2026 brachte zwar einen Besucherrückgang in beiden Städten mit sich, doch das Feierverhalten änderte sich bemerkenswert: In Köln blieb man länger, Düsseldorf zog ein jüngeres Publikum an. Trotz der sinkenden Zahlen blieben die Umzüge Magnet für Gäste aus dem In- und Ausland.