KiK schließt Dutzende Filialen in Europa – Hunderte Jobs in Gefahr
Textilkette KiK plant Schließung Dutzender Filialen in Europa
Der deutsche Discount-Einzelhändler KiK hat angekündigt, Dutzende unrentable Filialen in ganz Europa zu schließen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung des Filialnetzes, bei der voraussichtlich rund 50 Standorte Anfang 2026 dichtmachen werden. Die Hälfte dieser Schließungen betrifft allein Deutschland, wobei die genauen Standorte noch nicht feststehen.
Das 1994 gegründete und in Bönen (Nordrhein-Westfalen) ansässige Unternehmen betreibt derzeit fast 4.300 Filialen in 14 Ländern und beschäftigt über 32.000 Mitarbeiter. Dennoch steht KiK unter finanziellen Druck: Für das Geschäftsjahr 2024 wird nur ein leichter Umsatzanstieg auf 2,43 Milliarden Euro erwartet.
Die Umstrukturierung geht über die bereits geplanten Schließungen hinaus. Bis zu 400 weitere Filialen – darunter etwa 170 in Deutschland – werden derzeit auf eine mögliche Schließung geprüft. Zudem erwägt KiK in Deutschland, Spanien und Portugal verkürzte Öffnungszeiten als zusätzliche Kostensenkungsmaßnahme.
Trotz des Umfangs der Veränderungen betont das Unternehmen, dass die Planung für das Filialnetz noch läuft. Konkrete Entscheidungen über einzelne Schließungen oder betriebliche Anpassungen stehen noch aus und wurden bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.
Von der Restrukturierung sind Hunderte Filialen und Tausende Mitarbeiter in ganz Europa betroffen. Da weitere Prüfungen noch im Gange sind, werden die endgültigen Beschlüsse zu Schließungen und verkürzten Öffnungszeiten in den kommenden Monaten erwartet. KiK strebt an, seine finanzielle Lage zu stabilisieren und sich gleichzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.
