Koblenz feiert einzigartigen Kultur-Gottesdienst mit Kunst und Wissenschaft
Koblenz feiert einzigartigen Kultur-Gottesdienst mit Kunst und Wissenschaft
Einzigartiger Kultur-Gottesdienst in Koblenz vereint Kunst, Wissenschaft und Religion
In Koblenz fand ein außergewöhnlicher Kultur-Gottesdienst statt, der lokale Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftler sowie religiöse Würdenträger zusammenbrachte. Die Veranstaltung verband Musik, Diskussionen und bildende Kunst – bevor im Künstlerhaus Metternich eine Ausstellung eröffnet wurde.
Die Feier wurde gemeinsam von Superintendent Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und Dekan Thomas Darscheid der Katholischen Kirche geleitet. Organist Joachim Aßmann begleitete die Zeremonie mit Orgelmusik.
Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt eine Rede, in der er das Wortspiel ersöchpferisch erläuterte – eine Verschmelzung von erschöpft und schöpferisch. Er untersuchte die Rolle von Kreativität in der Gesellschaft und bezog sich dabei auf Sigmund Freuds Idee des "prothetischen Gottes", den er mit moderner Technologie und politischem Wandel verband.
Barbara Gröbls Installation Mensch wurde in der Herz-Jesu-Kirche gezeigt und passte thematisch zur Veranstaltung. Ihre skulpturalen Figuren aus recycelten Materialien veranschaulichten menschliche Erschöpfung und kreative Erneuerung. Die Werke knüpften an ihr früheres Schaffen an, darunter Wurzeln (2021), eine öffentliche Skulptur in Koblenz-Ehrenbreitstein, die sich mit Migration und Verwurzelung auseinandersetzt.
Im Anschluss eröffnete der Bund Bildender Künstler Mittelrhein (AKM) im Künstlerhaus Metternich die Ausstellung Teil des Ganzen XII – ERSCHÖPFEND KREATIV. Sie ist bis Sonntag, den 15. März 2026, zu sehen.
Die Zusammenarbeit zwischen Künstlerinnen, Wissenschaftlern und religiösen Vertretern stellte eine seltene Verschmelzung der Disziplinen in Koblenz dar. Gröbls Installation und die begleitende Ausstellung führen die Auseinandersetzung mit Kreativität, Erschöpfung und menschlichem Ausdruck fort. Besucher können die Werke noch bis Anfang 2026 erkunden.
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