Köln verschärft Parkregeln im Afrika-Viertel – um Grünflächen zu retten
Tilo RohtKöln verschärft Parkregeln im Afrika-Viertel – um Grünflächen zu retten
1. FC Köln führt strengere Regeln für Parkplätze im historischen Afrika-Viertel ein
In Köln sollen im historischen Afrika-Viertel im Stadtteil Nippes künftig strengere Vorschriften für Parkflächen gelten. Die Stadt will Vordergärten schützen, indem sie neue Parkplätze einschränkt und bestehende überprüft. Beamte kritisieren, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Grünflächen zugunsten von Betonflächen verloren gegangen sind.
Die Stadtverwaltung hat eine neue Baunutzungsverordnung vorgeschlagen, um zu verhindern, dass Hausbesitzer Vordergärten für Parkplätze versiegeln. Bestehende Zufahrten und Garagen behalten demnach ihren rechtlichen Status, doch die Neuanlage von versiegelten Flächen für nicht zwingend notwendige Zugänge soll verboten werden. Der Schritt folgt der Sorge, dass in dem Viertel zu viele Gärten Parkplätzen weichen mussten.
Der Kölner Ausschuss für Stadtentwicklung wird die Pläne im März beraten. Falls sie angenommen werden, gelten die Regeln für mehrere Straßen in Nippes, wo die Stadt die weitere Ausdehnung von Parkflächen stoppen will. Allerdings gibt es keine Daten, die belegen, dass seit den 2010er-Jahren Vordergärten für Parkplätze geopfert wurden.
Der Haus- und Grundbesitzerverein Köln hat bereits Bedenken geäußert. Die Organisation argumentiert, dass nachträgliche Regelungen rechtliche Herausforderungen nach sich ziehen könnten. Zudem rechnet der Verband mit Widerstand von Anwohnern, die formelle Einsprüche gegen die Änderungen einlegen könnten.
Die neuen Maßnahmen würden eine Wende in der städtischen Verwaltung von urbanen Grünflächen bedeuten. Eigentümer mit bestehenden Parkflächen behalten ihre Rechte, doch künftige Umwidmungen werden strenger kontrolliert. Das weitere Vorgehen hängt von der Entscheidung des Ausschusses und möglichen Klagen von Anwohnern ab.
