Kölner Karneval 2025: Ehrenamtliche im Rampenlicht und scharfe AfD-Satire
Tilo RohtAfD-Umfrage-Höhenflug und Trump-Themen bei der Kölner Rosenmontagszug - Kölner Karneval 2025: Ehrenamtliche im Rampenlicht und scharfe AfD-Satire
Kölner Karneval startet nächste Woche – Ehrenamtliche im Mittelpunkt
Die Kölner Karnevalsfeierlichkeiten beginnen nächste Woche, und in diesem Jahr steht das Engagement der vielen Freiwilligen im Fokus, die die Traditionen der Stadt am Leben halten. Der Rosenmontagszug am 16. Februar wird mit 19 Wagen aktuelle Themen aufgreifen – darunter den Aufstieg der rechtspopulistischen AfD – und dabei auch mit spielerischen Seitenhieben auf die globale Politik zielen.
Der Straßenkarneval startet bereits am 12. Februar mit dem traditionellen Weiberfastnacht, dem Frauenkarneval. Die Feierlichkeiten gipfeln dann im Höhepunkt der Saison: dem Rosenmontagszug, bei dem scharfe Satire und Dankbarkeit Hand in Hand gehen. Die Veranstalter haben das Motto "ALAAF – Wir machen das für Köln" gewählt und rücken damit die Tausenden Bürger:innen in den Vordergrund, die mit ihrem Einsatz das kulturelle Leben der Stadt prägen.
Zu den meistdiskutierten Entwürfen gehört ein Wagen, der den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump mit Lippenstiftspuren auf dem Gesäß zeigt – eine Anspielung auf Politiker und Prominente, die um seine Gunst buhlen. Ein weiterer Wagen nutzt die Symbolik einer hypnotisierten Figur und einer Schlange, um die steigenden Umfragewerte der AfD zu thematisieren und die Sorge über ihren wachsenden Einfluss auszudrücken.
Die Macher:innen betonen, dass die Wagen eine ausgewogene Mischung bieten sollen. Während einige ernsthafte Themen behandeln, feiern andere Vielfalt und Gemeinschaftsgeist. Ziel ist es, zum Nachdenken anzuregen, ohne die festliche und inklusive Atmosphäre des Events zu verlieren.
Offizielle Zahlen zu Teilnehmer:innen oder den Gruppen hinter den 19 Wagen liegen noch nicht vor. Doch die Entwürfe versprechen eine Kombination aus scharfer Gesellschaftskritik und heiterer Unterhaltung – ganz im Sinne der Kölner Karnevalstradition.
Der Zug wird am 16. Februar durch die Innenstadt ziehen und damit die diesjährige Karnevalssaison abschließen. Die Wagen werden politische Kritik mit Feierlaune verbinden und dabei den Freiwilligen Tribut zollen, ohne die das Spektakel nicht möglich wäre. Nach monatelanger Vorbereitung dürfte das Ergebnis Scharen von Zuschauer:innen anlocken, die sowohl Unterhaltung als auch gesellschaftliche Reflexion erwarten.
