16 February 2026, 09:18

Kölner Karneval startet mit sechs Tagen purem Lebensgefühl und Tradition

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Menschen, die auf der Straße während eines Faschingsumzugs tanzen, in Kostümen, mit Gebäuden, Straßenlaternen und -pfählen im Hintergrund bei klarem Himmel.

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Kölner Karneval hat begonnen – sechs Tage buntes Treiben in der Stadt

Mit dem Start des Kölner Karnevals beginnt eine sechstagige Ausgelassenheit, die die Stadt in ein Meer aus Kostümen, Musik und Tradition taucht. Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch verwandeln sich die Straßen in eine große Bühne des Feierns. Für die Kölner ist der Karneval weit mehr als nur ein Fest – er ist eine Lebenseinstellung, tief verwurzelt in der Kultur der Region.

Den Auftakt macht Weiberfastnacht, wenn Frauen symbolträchtig Männern die Krawatten abschneiden – ein spielerischer Machtwechsel, der den Ton für die kommenden Tage setzt. Hier ist kein Kostüm zu verrückt, kein Lachen zu laut. Die Sitzungen, bunte Bühnenprogramme voller Satire und politischer Spitzen, ziehen Scharen von Besuchern an, wobei die begehrtesten Veranstaltungen schon Monate im Voraus ausverkauft sind.

Am Rosenmontag erreichen die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt: Mit prächtigen Umzugswagen, die Kamelle – Süßigkeiten und kleine Geschenke – ins Publikum werfen, strömen Zehntausende an die Straßen. Die Zuschauer rufen traditionelle Rufe, um die Werfer zu noch mehr Großzügigkeit anzuspornen. Dazu erklingen Karnevalshymnen, die selbst nach ein paar Kölsch noch mitgesungen werden – Bands wie Brings oder Kasalla sind längst zu lokalen Legenden geworden.

Mit Aschermittwoch schlägt die Stimmung um: Das Nubbel-Verbrennen, ein jahrhundertealter Brauch, markiert das Ende. Die aus Stroh gefertigte Figur, die einst in Bonn entstand, symbolisiert den Winter, böse Geister und die Auswüchse des Karnevals selbst. Was einst ein heidnisches Feuerritual war, verbindet heute Satire mit Tradition und wird zum gemeinsamen Abschied von den Ausschweifungen der "fünften Jahreszeit".

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Doch der Karneval lebt von mehr als nur Umzügen: Er fördert Gemeinschaft, Freude und spielerische Gesten wie den Bützje (den Karnevalskuss) oder den frechen Stippeföttche-Tanz. Sechs Tage lang rücken Sorgen in den Hintergrund, während die Stadt ihre lebendigsten Traditionen feiert.

Den Abschluss bildet das Nubbel-Feuer, das den Karneval bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Zurück bleiben gemeinsame Erinnerungen – vom Krawattenabschneiden bis zu den letzten Klängen der Karnevalshymnen. Denn in Köln und der Region hallt der Geist des Festes noch lange nach, wenn der letzte Konfetti gefallen ist.