07 May 2026, 20:36

Kölner Verkehrsausschuss entscheidet über Radwege, Verzögerungen und gestoppte Projekte

Gebäude mit wenigen Menschen, die Fahrräder auf einer Straße fahren.

Kölner Verkehrsausschuss entscheidet über Radwege, Verzögerungen und gestoppte Projekte

Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr prüft Straßenprojekte – Verzögerungen, Rücknahmen und Zustimmungen

In seiner jüngsten Sitzung hat der Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr mehrere Verkehrsprojekte bewertet. Zu den zentralen Beschlüssen zählen Verschiebungen, Rücknahmen sowie Genehmigungen für Radwege- und Verkehrsvorhaben in der gesamten Stadt. Personalknappheit und gerichtliche Entscheidungen haben zudem geplante Baumaßnahmen beeinflusst.

Die Mitglieder stimmten dafür, die bestehende Verkehrsführung der Buchholzstraße beizubehalten und damit Variante 1 zu unterstützen. Dadurch bleiben die meisten bisherigen Verkehrsregelungen unverändert. Die Sanierungsarbeiten an der Leverkuser Straße sollen hingegen erst gegen Ende 2027 beginnen, nachdem sich der ursprüngliche Zeitplan aufgrund von Verzögerungen verschoben hat.

Ein geplanter Radweg auf dem Hasenweg in Refrath wurde nach einem Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts gestoppt. Das Gericht befand, dass die Verkehrsuntersuchungen für das Projekt unzureichend gewesen seien. In der Folge werden die bereits umgesetzten provisorischen Maßnahmen zurückgebaut.

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Zudem billigte der Ausschuss das Maßnahmenprogramm 2026–2028, wobei vorerst nur die Vorhaben für 2026 final beschlossen wurden. Das Programm umfasst 34 Projekte – von der Altenberger-Dom-Straße bis zum Wickenpädchen. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch schwierig, da die Verkehrsmanagementabteilung unter massivem Personalmangel leidet. Im Bereich der statischen Verkehrssteuerung ist nur noch eine Mitarbeiterin verblieben, die derzeit im Urlaub ist.

Durch Haushaltskürzungen und Unterbesetzung kann die Behörde notwendige Straßeninstandhaltungen nicht mehr durchführen. Darüber hinaus schlagen SPD und Grüne Änderungen am Entwurf der Verwaltung für den Lerbacher Weg vor, mit Fokus auf die Verbesserung der Radinfrastruktur.

Die Beschlüsse des Ausschusses werden die Kölner Straßen und Radwege in den kommenden Jahren prägen. Rechtliche Rückschläge und Personalengpässe dürften jedoch dazu führen, dass einige Projekte weiter verzögert oder sogar gestrichen werden. Das genehmigte Programm für 2026 wird zwar umgesetzt, doch die begrenzten Ressourcen könnten den Fortschritt bremsen.

Quelle