07 May 2026, 14:38

Kontrollierte Sprengung beendet Ära des Kohlekraftwerks Gersteinwerk in Werne

Schwarzes und weißes Foto einer industriellen Fabrik mit mehreren Gebäuden, einem hohen Turm und Rauch, der aus einem Schornstein austritt, mit Text unten.

Explosion einer 280-Meter hohen Schornsteinanlage eines Kraftwerks - Kontrollierte Sprengung beendet Ära des Kohlekraftwerks Gersteinwerk in Werne

280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne wird heute kontrolliert gesprengt

Heute wird um 11:00 Uhr der 280 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Der Energiekonzern RWE hat den Termin festgesetzt – ein wichtiger Schritt beim Rückbau der seit Langem stillgelegten Kohleanlage. Über ein Jahrhundert lang wurde hier Energie erzeugt, doch die Zukunft des Standorts liegt nun in saubereren Technologien.

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Der Schornstein gehörte zum kohlebefeuerten Teil des Kraftwerks, der 2019 abgeschlossen wurde. Seitdem wird die Anlage systematisch demontiert; der vollständige Abriss soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Für die Sprengung wurden 140 Kilogramm Dynamit im Inneren platziert, während spezielle Stahlkipplager den Fall in die richtige Richtung lenken sollen. Während der Detonation gilt eine 400 Meter große Sperrzone.

Die Stromerzeugung in Gersteinwerk begann 1917, zunächst mit Kohle aus nahegelegenen Bergwerken. In den 1970er-Jahren kam Erdgas als zusätzlicher Brennstoff hinzu. Nun plant RWE, das alte Kraftwerk durch ein neues, wasserstofffähiges Gaskraftwerk zu ersetzen. Sollte es gebaut werden, hätte es eine Leistung von etwa 800 Megawatt – eine finale Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus.

Die Sprengung markiert das Ende einer Ära für die Kohlenutzung in Gersteinwerk und ebnet den Weg für moderne Energielösungen. Sobald der Schornstein gefallen ist, rückt der Standort näher an seine nächste Phase heran – möglicherweise als Standort für zukunftsweisende Energieinfrastruktur.

Die kontrollierte Sprengung schafft Platz für RWEs künftige Projekte am Standort. Falls genehmigt, könnte das neue Gaskraftwerk sowohl mit Erdgas als auch mit Wasserstoff betrieben werden. Während die Sprengung das Ende der Kohlezeit in Gersteinwerk besiegelt, leitet sie zugleich den Übergang in eine neue Energieära ein.

Quelle