Krischer diskutiert mit Solingern über grüne Verkehrswende und Radwege-Sicherheit
Marie-Theres SegebahnKrischer diskutiert mit Solingern über grüne Verkehrswende und Radwege-Sicherheit
Oliver Krischer, Umwelt- und Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, besuchte Solingen im Rahmen der Regionaltournee der Grünen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen lokale Verkehrsprobleme sowie zukünftige Pläne für eine nachhaltige Mobilität. Anwohner, Politiker und Wirtschaftsvertreter kamen zusammen, um über zentrale Projekte und Anliegen zu diskutieren.
Der Besuch des Ministers begann mit einer Führung durch Problemzonen entlang der Kamper Straße. Finn Grimsehl-Schmitz, Grünen-Stadtrat und Organisator der Veranstaltung, wies auf das Fehlen sicherer Radwege hin und bezeichnete die Bedingungen für Radfahrer als gefährlich.
Im weiteren Verlauf begutachteten Krischer und lokale Grünen-Politiker eine geplante neue Strecke, die das Industriegebiet Scheuren mit der Viehbachtalstraße verbinden soll. Jörg Püttbach, Vorsitzender des örtlichen Wirtschaftsverbands BIA, betonte die Bedeutung des Projekts für die rund 2.500 Beschäftigten in der Region.
Am Abend nahmen etwa 80 Bürger an einer Diskussionsrunde im Cobra-Veranstaltungsort teil. Neben Krischer waren auch die Landesvorsitzende der Grünen, Yazgülü Zeybek, und der Mobilitätsforscher Professor David Kohlrautz zu Gast. Die Runde widmete sich klimafreundlichen Verkehrslösungen und deren wirtschaftlicher Auswirkung. Die Fragen aus dem Publikum sorgten für eine lebhafte Debatte.
Stellvertretender Bürgermeister Andreas Budde brachte den Vorschlag ein, den Schwerlastverkehr aus den Wohngebieten Merscheids umzuleiten, um so den Ausbau der Veloroute 2 zu ermöglichen. Auch Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) forderte Landesunterstützung, um das Solinger Verkehrsnetz zu modernisieren und den regionalen Straßenbauplan zu überarbeiten.
Krischer lobte die breite Einigkeit unter den lokalen Verantwortlichen in Sachen nachhaltiger Verkehrspolitik. Die gemeinsame Haltung von Politik, Verwaltung und Wirtschaft sei ein positives Zeichen für künftige Fortschritte, so der Minister.
Der Besuch unterstrich die verkehrspolitischen Herausforderungen Solingens und den Bedarf an landesweiter Förderung. Im Fokus der Gespräche standen sichere Radwege, Verkehrslenkung und wirtschaftliche Vorteile für ansässige Unternehmen. Konkrete Sofortmaßnahmen zur Infrastruktur wurden nach den Beratungen jedoch nicht bekannt gegeben.
