17 January 2026, 13:48

Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest

Eine Wand mit den Worten "free palestine" in schwarzer Graffiti-Schrift, beleuchtet von einem Licht oben.

Palästinensischer Künstler tritt nicht an der Akademie auf - Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest

Eine geplante an der Kunstakademie Düsseldorf mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif hat für Kontroversen gesorgt. Jüdische Organisationen fordern die Absage und verweisen dabei auf bedenkliche Äußerungen der Künstlerin in sozialen Medien. Die Akademie hingegen hält an der fest und beruft sich auf die künstlerische Freiheit.

Auslöser des Streits war die Forderung jüdischer Gruppen, darunter das Netzwerk jüdischer Akademiker:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, die abzusagen. Sie werfen al-Sharif vor, in ihren Online-Posts Terrorismus zu verherrlichen und antisemitische Hetze gegen Israel zu verbreiten.

Die unter der Leitung von Rektorin Donatella Fioretti stehende Akademie lehnte die Forderung ab. In einer Stellungnahme betonte sie, dass künstlerische Freiheit eine offene Auseinandersetzung mit dem Werk von Künstler:innen erfordere. Die soll wie geplant stattfinden – mit studentischen Moderator:innen und zusätzlichem Kontext, um einen respektvollen Austausch zu gewährleisten.

Fiorettis Haltung bleibt unmissverständlich: Die Akademie dulde weder Antisemitismus noch die Verherrlichung von Gewalt oder eine Infragestellung des Existenzrechts Israels. Dennoch sei eine Absage der ein Angriff auf die Grundsätze der freien Meinungsäußerung, so die Institution.

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Die wird wie vorgesehen durchgeführt, wobei die Akademie auf ein strukturiertes und respektvolles Format pocht. Jüdische Organisationen lehnen die Entscheidung weiterhin ab, sodass die Spannungen ungelöst bleiben. Der Ausgang der Debatte könnte künftige Diskussionen über die Grenzen künstlerischer Freiheit prägen.