Kwasniok kritisiert Erfolgsdruck in der Bundesliga: „Nur der Meister zählt“
Leokadia MansKwasniok kritisiert Erfolgsdruck in der Bundesliga: „Nur der Meister zählt“
1. FC Kölns Cheftrainer Lukas Kwasniok positioniert sich gegen die abwertende Wahrnehmung von Bundesliga-Teams jenseits des FC Bayern München. Er kritisierte die Einstellung der Liga als fehlerhaft und argumentierte, dass jeder Verein, der nicht Meister werde, pauschal als Versager abgestempelt werde. Seine Äußerungen fallen zu einem Zeitpunkt, an dem der FC Köln mit sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge solide im Mittelfeld der Tabelle steht.
Kwasniok, der vor Saisonbeginn das Traineramt übernahm, geißelte die Vorstellung, nur der Ligasieger erhalte Anerkennung. Aus seiner Sicht werde der zweite Platz als "wertlos" abgetan – ein Symptom für ein grundlegendes Problem in der Erfolgsbewertung der Bundesliga. Teams ab Platz zwei würden von Fans und Medien gleichermaßen "einfach abgeschrieben" und "faktisch ignoriert", so der Trainer.
Der Coach sprach auch interne Angelegenheiten beim FC Köln an. Trotz jüngerer Rückschläge wies er Berichte über eine angespannte Stimmung im Team zurück. Zwar räumte er ein, dass einige Spieler über schlechte Ergebnisse frustriert sein könnten, doch bezeichnete er dies als normale Reaktion im Fußball. Mit noch 16 Spieltagen belege Köln aktuell den zehnten Tabellenplatz. Kwasniok zeigte sich überzeugt, dass der Aufsteiger seinen Bundesliga-Platz sichern werde. Der Fokus liege derzeit darauf, den Abstiegsrängen zu entkommen – nicht auf höheren Ambitionen.
Mit sieben Punkten Abstand zum Relegationsplatz wirkt die Situation des FC Köln vorerst stabil. Kwasnioks Aussagen lenken den Blick auf eine grundsätzliche Debatte über die Erwartungshaltung in der Liga jenseits des FC Bayern. Für den Verein steht jedoch zunächst das Ziel des Klassenerhalts im Vordergrund – die entscheidende Phase der Saison steht noch bevor.
