23 February 2026, 18:00

LIONTTVs dramatischer Fall: Vom YouTube-Star in die tiefste Krise

Ein Konzertplakat mit zwei Personen, einer mit menschlichem Gesicht, und Text, der ein Ereignis in Budapest, Ungarn, ankündigt.

LIONTTVs dramatischer Fall: Vom YouTube-Star in die tiefste Krise

Timo "LIONTTV" (Liont) war in den 2010er-Jahren einer der größten YouTube-Stars, bekannt für seine Comedy-Videos und seine viel beachtete Beziehung zu Dagi Bee. Bis 2014 hatte sein Kanal über eine Million Abonnenten – seine Karriere schien unaufhaltsam. Doch es folgte ein rasanter Absturz, geprägt von Branchenkritik und persönlichen Krisen.

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Sein Debütalbum Löwenkind erreichte 2015 Platz 2 der offiziellen deutschen Charts. Der Erfolg löste jedoch massive Kritik aus der Rap-Szene aus, insbesondere vom Rapper Gio, der mit dem Diss-Track Kein Rapper nachlegte. Die Angriffe wurden immer heftiger, Fans beteiligten sich, es gab sogar Todesdrohungen. Liont beschrieb die Erfahrung später als vernichtend: "Der Sturz traf mich so hart", und verglich es mit einem "doppelten Salto rückwärts, Genickbruch, totaler Absturz".

Die Hetze setzte seiner psychischen Gesundheit schwer zu. Isolation, Online-Mobbing und der Druck führten zu Alkoholismus und tiefen seelischen Krisen. Auch seine Beziehung zu Dagi Bee endete – kurz nach ihrem öffentlichen Twitter-Streit mit Unge über einen Tweet zu veganen Schnitzeln Anfang 2021. Die Trennung und die anhaltende Kritik ließen Liont im Rampenlicht straucheln.

Jahre später entschuldigten sich Gio und HandOfBlood – zwei zentrale Figuren der Angriffe – öffentlich bei ihm. Seine Geschichte, vom Aufstieg über den Fall bis zur Beziehung mit Dagi Bee, wurde 2021 in einem Film dokumentiert. Heute zeigt sein YouTube-Kanal eine Mischung aus Inhalten: Reflexionen über vergangene Kämpfe und neue Musik.

Lionts Karriereweg verlief extrem – von Chart-Erfolgen bis hin zu tiefen persönlichen Krisen. Zwar produziert er weiterhin Content, doch seine Erfahrung bleibt ein drastisches Beispiel für die Schattenseiten von Online-Ruhm. Die Entschuldigungen ehemaliger Kritiker und seine aktuelle Arbeit deuten auf einen schrittweisen Neuanfang hin.