08 May 2026, 20:31

Literarischer Abend feiert Israels Unabhängigkeit mit Amos Oz und Kibbuz-Geschichten

Detailierte Karte von Israel mit englischer und hebräischer Schrift, die Städte, Flüsse und geografische Merkmale zeigt.

Literarischer Abend feiert Israels Unabhängigkeit mit Amos Oz und Kibbuz-Geschichten

Ein literarischer Abend würdigt Israels Unabhängigkeitstag am 14. Mai

Anlässlich des Unabhängigkeitstags Israels am 14. Mai, der an die Staatsgründung im Jahr 1948 erinnert, findet eine literarische Veranstaltung statt. Organisiert vom Katholischen Bildungswerk für Erwachsene und dem Verein Ganey Tikva, stehen Lesungen aus Werken im Mittelpunkt, die sich mit der Geschichte und Kultur Israels befassen. Ein Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von Heinz D. Haun, der Texte von Amos Oz für das Publikum lebendig werden lässt.

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Am 13. Mai liest Heinz D. Haun Auszüge aus „Zwischen Freunden“ („Between Friends“), einem Roman von Amos Oz, der in den späten 1950er-Jahren spielt. Das Buch taucht ein in den Alltag im Kibbuz, wo Menschen versuchten, eine ideale Gesellschaft ohne Geld und Privateigentum aufzubauen. Diese kollektiven Siedlungen, bekannt als Kibbuzim, entstanden bereits vor der Gründung Israels und strebten nach vollständiger Gleichheit unter ihren Mitgliedern.

Haun wird zudem „Esperanto“ vortragen, eine Erzählung über Martin, einen Schuhmacher, der trotz Widerstand eine Esperanto-Gruppe gründen will. Die Auswahl der Texte spiegelt die Komplexität kollektiver Träume wider – sei es in Sprache, Gesellschaft oder beim Aufbau einer Nation.

Der Unabhängigkeitstag Israels erinnert an die Staatsgründung durch David Ben-Gurion am 14. Mai 1948. Der literarische Abend ehrt diesen Meilenstein und erkundet zugleich Themen wie Idealismus und menschliche Natur anhand von Oz’ Werken. Das Kibbuz-Experiment, so ehrgeizig es auch war, scheiterte letztlich an den Widerständen der Menschen, die sich der ständigen Unterordnung unter die Gruppennormen widersetzten.

Die Veranstaltung verbindet Israels Vergangenheit mit seinem kulturellen Erbe und bietet Einblicke in die Hoffnungen und Kämpfe der frühen Jahre. Durch Oz’ Geschichten und Hauns Lesungen erleben die Zuschauer hautnah, wie kollektive Träume die Realität prägten – und umgekehrt. Der Abend ist zugleich Feier und Reflexion über die Ideale, die eine Nation geprägt haben.

Quelle