27 January 2026, 09:15

Mainz startet Karneval 2025 mit Ticketpflicht und wütenden Jecken

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer belebten KarnevalsSzene mit Zelten, Menschen, Wagen, Pfählen, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund, beschriftet mit "Barnet Fair, London, England".

Mainz startet Karneval 2025 mit Ticketpflicht und wütenden Jecken

Mainz eröffnet Karnevalssaison mit strengen Regeln und Kontroversen

Am 11. November um 11:11 Uhr startete Mainz offiziell in die Karnevalssaison – tausende Menschen versammelten sich am Schillerplatz, um den Auftakt der Faschingstage zu feiern. Doch in diesem Jahr gab es strikte neue Auflagen: Der Zutritt war nur mit Mainz 05 Ticket möglich, und die Besucherzahl wurde begrenzt – eine Maßnahme, die unter den Jecken für Unmut sorgte.

Rund 9.000 Menschen füllten den Schillerplatz, als Oberbürgermeister Nino Haase die Session eröffnete. In seiner Rede rief er zu Frieden und Zusammenhalt auf und verwies dabei auf die weltweiten Konflikte. Anschließend betraten die Mainzer Hofsänger die Bühne und gaben ein Konzert zu ihrem anstehenden 100-jährigen Jubiläum.

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) hatte die Besucherobergrenze auf 9.000 Personen festgelegt und den Einlass nur mit Ticketmaster-Ticket gestattet. Als Begründung nannten die Veranstalter steigende Kosten und erhöhte Sicherheitsanforderungen. Doch die Regelung stieß auf Widerstand: Ein Demonstrant rief "Fasching für alle!" in die Menge, während sich Menschen an den Absperrungen drängten. Der Zugang zu zentralen Orten wie dem Balkon des Osteiner Hofs war ausschließlich ausgewählten Journalisten vorbehalten. Die traditionelle Uhr am Schillerplatz verschwand hinter einer großen Countdown-Leinwand, und die Schwellköpp – die typischen Karnevalsfiguren – blieben in der Nähe der Bühne. Die Polizei sprach von einer lebhaften, aber weitgehend friedlichen Veranstaltung, registrierte jedoch zehn Straftaten, darunter Beleidigungen und Körperverletzungen.

Währenddessen verzichtete der Südwestrundfunk (SWR) auf die Ausstrahlung von Karnevalsprogrammen, der Westdeutsche Rundfunk (WDR) übertrug dagegen die Eröffnungssitzung in Köln live.

Die Feierlichkeiten endeten mit einer Mischung aus Feststimmung und Frust. Zwar blieb die Atmosphäre ausgelassen, doch die neuen Beschränkungen warfen Fragen zur Zukunft des öffentlichen Karneval 2025 auf. Die Polizei bestätigte zehn Vorfälle, aber keine größeren Störungen im Verlauf des Tages.

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