31 December 2025, 17:23

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Sport

Ein volles Stadion mit vielen sitzenden und stehenden Menschen, eine Bühne mit zwei Rednern an einem Podium und zahlreiche Banner und Lichter.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Sport

Mainz hat in den letzten Monaten mehrere prägende Persönlichkeiten verloren, die in Kultur, Politik und Sport der Stadt ihre Spuren hinterlassen haben. Ihr Wirken erstreckte sich über Jahrzehnte und formte alles – von Karnevalstraditionen bis hin zu Gesundheitswesen und öffentlichem Engagement. Unter ihnen waren Journalisten, Politiker, Künstler und Mediziner, deren Arbeit unzählige Menschen berührte. In der Politik starb Bernhard Vogel, eine Schlüsselfigur der deutschen Führungselite, mit 92 Jahren. Zwölf Jahre lang regierte er als Ministerpräsident Rheinland-Pfalz, bevor er von 1992 bis 2003 Thüringen in derselben Funktion leitete. Sein Einfluss reichte weit über die Landesgrenzen hinaus und prägte die bundesweite Politik. Herbert Mertin, Justizminister von Rheinland-Pfalz und FDP-Mitglied, verstarb mit 66 Jahren. Seit 2016 gestaltete er in dieser Position maßgeblich die Rechtspolitik des Landes. Auch die Kunst- und Karnevalsszene erlitt schwere Verluste: Elisabeth Klöver, langjährige Leiterin des MCV-Hofballetts, starb im Alter von 85 Jahren nach Jahrzehnten, in denen sie das Mainzer Karnevalsgeschehen mitprägte. Dieter Wenger, der leitende Wagenbauer des Mainzer Karnevalsvereins, verstarb mit 84 Jahren. Über 60 Jahre lang entwarf er die aufwendigen Motivwagen für den Rosenmontagszug. Der Journalismus verlor mit Ekkehardt Gahntz einen erfahrenen ZDF-Nachrichtenredakteur, der mehr als 25 Jahre lang das Programm des Senders mitgestaltete. Er wurde 79 Jahre alt. Im Sport starb der ehemalige Torwart von Mainz 05, Holger Bernhardt, bei einem Verkehrsunfall im Alter von 52 Jahren. Seine Karriere beim Verein hinterließ bleibende Spuren im lokalen Fußball. Die Kulturszene trauert um Ulf Glasenhardt, einen Veranstaltungskoordinator des Clubs Schon Schön, der unerwartet verstarb, nachdem er 2022 zum Team gestoßen war. Auch Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete, ist verstorben. Ihr Einsatz sicherte dem Haus seinen Platz als kulturelles Zentrum. Der Mediziner Dr. Thomas Flohr, Onkologe im Hämatologisch-Onkologischen Medizinischen Versorgungszentrum, starb mit nur 57 Jahren. Seine Behandlungen gaben vielen Krebspatienten Hoffnung. Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, verstarb nach 25 Jahren Einsatz für Barrierefreiheit und Inklusion. Der Tod dieser Persönlichkeiten hinterlässt Lücken in der politischen, kulturellen und sozialen Landschaft von Mainz. Ihr Wirken – ob in Regierung, Gesundheitswesen, Kunst oder Sport – hatte direkten Einfluss auf das Gemeinwesen. Viele ihrer Leistungen werden noch lange sichtbar bleiben.

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