30 January 2026, 20:00

Meister der Hirschrufe: Wie ein Mecklenburger die deutsche Meisterschaft gewann

Zwei Hirsche in einem bewaldeten Gebiet mit Bäumen und Gras, mit Text am unteren Bildrand.

Ohne Geweih, aber mit Stimmgewalt: Bestes Hirschrufen gekrönt - Meister der Hirschrufe: Wie ein Mecklenburger die deutsche Meisterschaft gewann

Meister der Hirschrufe gewinnt deutsche Meisterschaft

Thomas Soltwedel aus Dobbin-Linstow in Mecklenburg-Vorpommern hat den Titel beim bundesweiten Wettbewerb für Hirschrufe errungen. Bei der Messe Jagd & Hund in Dortmund setzte er sich dank seiner herausragenden Fähigkeit durch, die Laute von Rotwild in drei anspruchsvollen Disziplinen naturgetreu nachzuahmen.

Die Teilnehmer mussten ihre Präzision im Imitieren von Hirschrufen unter Beweis stellen. Soltwedel siegte in allen drei Kategorien: beim Ruf zweier gleich starker Hirsche, bei den tiefen Tönen eines alten Platzhirschs sowie bei den Balzlauten eines dominanten Männchens, das Weibchen anlockt. Eine Fachjury aus Förstern, Jägern und Rotwild-Experten bewertete die Darbietungen anonym – ohne zu wissen, wer gerade antrat.

Traditionelle Hilfsmittel wie Ochsenhörner, Glaszylinder und Tritonmuscheln halfen den Wettbewerbern, die charakteristischen Klänge des Rotwilds zu erzeugen. Die Veranstaltung sollte nicht nur die Kunst des Lockens und Rufens lebendig halten, sondern auch auf den Rückgang der Rotwildbestände in Deutschland aufmerksam machen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Beherrschung der Hirschrufe erfordert jahrelanges Training und ein tiefes Verständnis für das Verhalten der Tiere. Wer überzeugend ihre Laute nachahmen will, muss ihre Lebensgewohnheiten und ihren natürlichen Lebensraum genau kennen.

Soltwedels Sieg unterstreicht den Einsatz, der nötig ist, um diese traditionelle Fähigkeit zur Meisterschaft zu bringen. Die Meisterschaft feiert nicht nur die Kunst des Hirschrufens, sondern lenkt auch den Blick auf die Herausforderungen beim Schutz des Rotwilds in Deutschland. Die Veranstalter hoffen, dass der Wettbewerb mehr Menschen dazu motiviert, sich für den Erhalt dieser Handwerkskunst und der Art einzusetzen.