Mindener Feuerwehr zieht Bilanz: 986 Einsätze und dringender Sanierungsbedarf
Marie-Theres SegebahnMindener Feuerwehr zieht Bilanz: 986 Einsätze und dringender Sanierungsbedarf
Jährliche Dienstversammlung der Mindener Feuerwehr am 20. Februar 2026 im Bessel-Gymnasium
Die Feuerwehr Minden hat am 20. Februar 2026 ihre Jährliche Dienstversammlung im Bessel-Gymnasium abgehalten. Bei der Veranstaltung wurden die Leistungen eines anspruchsvollen Jahres gewürdigt, während gleichzeitig die anhaltenden Herausforderungen für den Rettungsdienst thematisiert wurden.
Sechs neue Mitglieder wurden vereidigt, und 46 Einsatzkräfte – darunter 35 Freiwillige und 11 Berufsfeuerwehrleute – erhielten Beförderungen in Anerkennung ihres Engagements.
Im Jahr 2025 rückte die Feuerwehr zu 986 Einsätzen aus, darunter 558 Brände, 333 technische Hilfeleistungen und 95 Brandwachen. Zu den schwerwiegendsten Fällen zählten ein Großbrand in einer Tiefgarage, ein Wohnungsbrand in der Bölkerstraße sowie ein großes Feuer im Stadtteil Königstor. Zudem belasteten extreme Glatteiswarnungen im Winter die Kapazitäten zusätzlich.
Der Mindener Rettungsdienst absolvierte im selben Zeitraum 17.941 Einsätze. Trotz der hohen Auslastung arbeitet die Feuerwehr weiterhin unter beenigten räumlichen Verhältnissen – mehrere Freiwilligen-Feuerwachen benötigen dringend Erweiterungen oder Sanierungen.
Fortschritte gab es 2026 dennoch: 500 neue Sets Schutzausrüstung wurden ausgegeben, und es erfolgte die Modernisierung von Fahrzeugtechnik und technischem Gerät. Die Jugendfeuerwehr zählt mittlerweile 129 Mitglieder, und 19 Kinder aus der Kinderfeuerwehr stiegen in ihre Reihen auf.
Während der Versammlung erhielt Jürgen Stockmann das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für seine langjährigen Verdienste. Feuerwehrchef Tim Upheber begrüßte zudem Bürgermeister Peter Kock, der erstmals an der Veranstaltung teilnahm.
Ein Großbrand am 25. und 26. Januar 2026 stellte die Feuerwehr auf eine harte Probe: Über 220 Einsatzkräfte waren zeitweise im Einsatz, insgesamt rund 330. Unterstützung kam von den Mindener Freiwilligen Wehren sowie Nachbarwehren aus der Region.
Die Versammlung zeigte sowohl die Belastbarkeit der Mindener Feuerwehr als auch ihren wachsenden Bedarf. Mit neuen Kräften, moderner Ausrüstung und kontinuierlicher Ausbildung bleibt der Dienst für künftige Herausforderungen gerüstet. Dennoch sind Infrastrukturverbesserungen und zusätzliche Ressourcen unerlässlich, um die Einsatzfähigkeit langfristig zu sichern.
