"Miss Germany 2026": Zwei Frauen mit Kopftuch brechen Tabus – und ernten Hass

Tilo Roht
Tilo Roht
2 Min.
Drei Frauen in verschiedenen farbigen Kleidern, eine trägt eine Mütze, stehen vor dem Reichstaggebäude in Berlin, Deutschland, mit Menschen, Fahnen, Bäumen, Wolken und Himmel im Hintergrund.Tilo Roht

"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Miss Germany 2026": Zwei Frauen mit Kopftuch brechen Tabus – und ernten Hass

Wahl zur "Miss Germany 2026": Neun Finalistinnen kämpfen um den Titel – darunter zwei Frauen mit Kopftuch

An diesem Wochenende findet die Wahl zur "Miss Germany 2026" statt. Neun Finalistinnen konkurrieren um die Krone – darunter Büsra Sayed und Amina Ben Bouzid, die als erste Teilnehmerinnen mit Hidschab ins Finale eingezogen sind. Seitdem sehen sie sich wachsender Kritik ausgesetzt. Die Veranstaltung markiert einen Bruch mit herkömmlichen Schönheitsidealen und setzt stattdessen auf Führungskompetenz und beruflichen Erfolg.

Über 2.600 Frauen hatten sich für den Wettbewerb beworben. Unter den Finalistinnen sind eine Biologin und eine Pressesprecherin der Bundeswehr. Die aktuelle Titelträgerin, Dr. Valentina Busik – eine Ärztin, die Künstliche Intelligenz nutzt, um das Gesundheitswesen zu modernisieren –, verkörpert bereits den Wandel des Wettbewerbs. Die Organisator:innen suchen heute Frauen, die durch Führungsstärke überzeugen, statt klassische Pageant-Erwartungen zu erfüllen.

Sayed und Ben Bouzid, die beiden Finalistinnen mit Kopftuch, stoßen auf Widerstand, weil sie nicht dem traditionellen Bild von "Deutschsein" entsprechen. Kritiker:innen stellen ihre Teilnahmesberechtigung infrage. Doch beide Frauen behaupten selbstbewusst ihre Identität. Ben Bouzid betonte: "Wir sind deutsch!" Sayed hinterfragte Klischees und fragte, ob Deutschsein vom Hairstyle abhänge.

Die beiden treten in unterschiedlichen Kategorien an – Sayed als "Female Founder", Ben Bouzid als "Female Leader" –, teilen aber die Erfahrung, Rassismus und Sexismus erlebt zu haben. Seit ihrem Einzug ins Finale hat die Kritik weiter zugenommen. Dennoch bleiben sie entschlossen und sehen ihre Teilnahme als Chance, andere zu inspirieren.

Das Finale der "Miss Germany 2026" präsentiert eine vielfältige Gruppe von Frauen, bei der Sayed und Ben Bouzid trotz Widerständen Barrieren durchbrechen. Ihre Präsenz unterstreicht den Wandel des Wettbewerbs hin zur Anerkennung von Leistung statt Äußerlichkeiten. Die Entscheidung wird nicht nur eine neue Titelträgerin küren, sondern auch die Richtung der deutschen Schönheits- und Führungsstandards mitbestimmen.

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