07 April 2026, 10:35

Moers setzt auf Bürgerbeteiligung: 50 zufällig Ausgewählte entwickeln Demokratie-Ideen

Schwarz-weiß-Zeichnung einer vielfältigen Gruppe von Menschen, einige sitzen und einige stehen, mit dem Text "Die demokratische Plattform" darüber.

Moers setzt auf Bürgerbeteiligung: 50 zufällig Ausgewählte entwickeln Demokratie-Ideen

Moers startet Initiative zur Stärkung der Bürgerbeteiligung

Vom 4. bis 7. November erarbeiten über 50 Moerser Bürgerinnen und Bürger Vorschläge, um die Demokratie in der Stadt zu stärken. Das Projekt geht auf eine Empfehlung des Moerser Bürgerrats zurück, die der Stadtrat im vergangenen Monat verabschiedet hatte.

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Die Idee entstand im Moerser Bürgerrat, dessen Vorschlag im Oktober 2024 die Unterstützung des Rates erhielt. Um eine breite Repräsentation zu gewährleisten, wählten die Organisatoren die Teilnehmenden aus einem Pool von 1.500 per Losverfahren ausgewählten Bürgern aus. Fachleute halfen anschließend, die endgültige Gruppe zusammenzustellen – mit besonderem Fokus auf Personen, die bisher kaum oder gar nicht in der Kommunalpolitik aktiv waren.

Die Stadt arbeitet mit zwei Forschungspartnern zusammen: dem nexus Institut in Berlin und dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal. Die Finanzierung stammt aus dem Bundesprogramm "Lebendige Demokratie!" Diana Finkele, Leiterin des Amts für kommunale Bildung, und die Demokratiebeauftragte Eleni Kremeti fungieren als zentrale Schnittstellen zwischen den Bürgern und der Stadtverwaltung.

Bürgermeisterin Julia Zupancic eröffnete die Veranstaltung am 4. November und bezeichnete sie als Zeichen "gelebter Demokratie". Die Teilnehmenden wurden so ausgewählt, dass sie unterschiedliche Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven widerspiegeln. Ihre Aufgabe besteht darin, konkrete Vorschläge zu entwickeln, wie Bürgerinnen und Bürger künftig stärker an kommunalen Entscheidungen mitwirken können.

Am Ende der viertägigen Sitzung steht ein Katalog mit Empfehlungen, über die der Stadtrat beraten wird. Die Organisatoren wollen die lokale Politik inklusiver gestalten, indem sie Ideen aus einer vielfältigen Bürgerschaft aufgreifen. Die Ergebnisse des Projekts könnten prägen, wie Moers seine Einwohner künftig in Entscheidungsprozesse einbindet.

Quelle