Mönchengladbach baut Ganztagsbetreuung für Grundschüler massiv aus
Leokadia MansMönchengladbach baut Ganztagsbetreuung für Grundschüler massiv aus
Mönchengladbach erweitert sein Ganztagsbetreuungsangebot für Grundschulkinder. Bis zum Schuljahr 2026/27 soll für 75 Prozent der Erstklässler eine ganztägige Betreuung verfügbar sein. Nun haben die Verantwortlichen ihren detaillierten Plan dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt.
Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule (OGS) entstehen 1.310 neue Plätze für Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klasse. Jeder Platz kostet schätzungsweise über 1.000 Euro pro Monat, sodass die zusätzlichen Ausgaben insgesamt mehr als eine Million Euro betragen werden. Trotz der hohen Kosten wird keinem Kind, das bereits in der Ganztagsbetreuung ist, der Platz entzogen – damit bleibt die Versorgung für die Zweit- bis Viertklässler gesichert.
Die endgültige Abstimmung über die Erweiterung steht am 4. März auf der Tagesordnung des Mönchengladbacher Stadtrats. Im Zuge der Umsetzung wird auch die Annaschule – die letzte verbleibende Grundschule ohne Ganztagsangebot – umgestaltet. Dazu gehören der Ausbau der Küchen- und Speiseräume sowie die Schaffung von Mehrzweckräumen.
Die Stadt Mönchengladbach fordert mehr finanzielle Unterstützung vom Land und argumentiert, dass Kommunen die Last nicht allein tragen sollten. Zwar ist Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen Vorreiter bei der Umsetzung dieses Modells, doch bleibt unklar, wie viele andere Gemeinden ähnliche Maßnahmen eingeführt haben.
Falls der Plan genehmigt wird, steigt die Kapazität der Ganztagsbetreuung in Mönchengladbach deutlich. Die Forderung nach Landesmitteln unterstreicht die finanziellen Herausforderungen bei der Ausweitung solcher Programme. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim anstehenden Votum des Stadtrats.
