29 January 2026, 07:34

Münsters Müllgebühren steigen 2026 erstmals seit vier Jahren deutlich an

Ein schwarzer Müllcontainer mit der Aufschrift "Keep Baltimore More Clean" vor einem Gebäude mit Glastüren

Münsters Müllgebühren steigen 2026 erstmals seit vier Jahren deutlich an

Münsters Abfallgebühr steigen erstmals seit vier Jahren

Die Müllgebühr in Münster wird 2026 um 6,95 Prozent angehoben – die erste Erhöhung seit vier Jahren. Damit endet eine Phase stabiler Preise. Der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb awm kündigte zudem weitere Steigerungen in den kommenden Jahren an, begründet mit steigenden Kosten.

Noch stärker betroffen sind die Gebühr für die Straßenreinigung: Hier steigen die Kosten um 9,35 Prozent. Künftig zahlen Anwohner jährlich 7,20 Euro pro laufendem Meter für die vollständige Reinigung – 60 Cent mehr als bisher.

Ursprünglich hatte die awm für 2026 einen Anstieg von elf Prozent prognostiziert. Die nun festgelegte Erhöhung von 6,95 Prozent ist auf geringere als erwartete Ausgaben für die gesetzlich vorgeschriebene Nachsorge der zentralen Deponie zurückzuführen. Dennoch belasten höhere Personalkosten, Materialpreise und Betriebskosten das Unternehmen weiterhin.

Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt in Münster bedeutet die Anpassung eine monatliche Mehrbelastung von 40 Cent. Grundstückseigentümer erhalten Rechnungen nur für Rest- und Bioabfall, doch die Gebühr finanzieren ein breites Leistungsspektrum: Dazu gehören die Abholung von Papier und Wertstoffen, die Entsorgung von Sperr- und Grünabfällen, die Abholung großer Elektrogeräte sowie die Nutzung der Recyclinghöfe.

Für die Zukunft sind weitere Erhöhungen geplant: 2027 und 2028 sollen die Gebühr jeweils um sieben Prozent steigen. Die awm führt dies auf anhaltende finanzielle Belastungen zurück, die sich auch durch Überschüsse oder Einnahmen aus dem Verkauf von Recyclingmaterialien nicht vollständig ausgleichen lassen.

Dr. Daniel Baumkötter, technischer Betriebsleiter der awm, betonte die Bedeutung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. Diese sei ein zentraler Baustein der Klimaschutz- und Ressourcenstrategie Münsters und sorge für langfristige ökologische Vorteile für die Stadt.

Die neuen Gebühr treten 2026 in Kraft: Die Müllentsorgung wird um 6,95 Prozent, die Straßenreinigung um 9,35 Prozent teurer. Haushalte müssen mit einer moderaten monatlichen Mehrbelastung rechnen, während für die beiden folgenden Jahre weitere Erhöhungen vorgesehen sind. Die Anpassungen sollen die Aufrechterhaltung der Müll- und Reinigungsdienste in Münster angesichts steigender Betriebskosten sichern.

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