26 June 2026, 08:28

Netzbetreiber kämpfen mit Milliardenkosten durch rasanten Ausbau erneuerbarer Energien

EWI: Überdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro jährlich

Netzbetreiber kämpfen mit Milliardenkosten durch rasanten Ausbau erneuerbarer Energien

Netzbetreiber geraten unter wachsenden Druck, da der Ausbau erneuerbarer Energien rasant zunimmt. Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) der Universität zu Köln schlägt vor, den Netzzugang zu optimieren, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Der Ausbau der Verteilnetze erfordert erhebliche Investitionen. Schätzungen zufolge werden bis 2045 durchschnittlich 350 Milliarden Euro benötigt. Das EWI warnt, dass die aktuellen Anreize zur Optimierung der Anschlusskapazitäten fehlerhaft sind und zu Wohlfahrtsverlusten führen könnten.

Die Studien des Instituts zeigen, dass die netzseitigen Ausbaukosten durch erneuerbare Energien zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt liegen. Um diese Ausgaben zu reduzieren, empfiehlt das EWI gemeinsame Netzanschlusspunkte für Solar-, Windenergie- und Batteriespeicher. Dieser Ansatz könnte die Ausbaukosten um 1,8 Milliarden Euro pro Jahr verringern.

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Auch die räumliche Bündelung von Solar- und Windanlagen an einzelnen Anschlussstellen würde die Kosten für abgeregelten Strom um 800 Millionen Euro jährlich senken. Gemeinsame Anschlüsse verbessern die Netzauslastung und reduzieren die Notwendigkeit von Einspeisebegrenzungen. Batteriespeicher hinter den Anschlusspunkten können zudem Energieverluste weiter minimieren.

Unterdessen führt das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) ein neues Dashboard ein. Dieses Tool soll regionale Prognosen zur Solarstromerzeugung liefern, um die Transparenz in der Energieplanung zu erhöhen.

Die vorgeschlagenen Optimierungen könnten die Netzbaukosten deutlich senken und die Effizienz steigern. Gemeinsame Anschlussstellen und bessere Anreizsysteme könnten die finanzielle Belastung der Betreiber verringern und gleichzeitig Energieverschwendung minimieren. Die Schweizer Initiative zielt darauf ab, diese Bemühungen mit präziseren Daten zur Erzeugung erneuerbarer Energien zu unterstützen.

Quelle