08 June 2026, 08:28

Neue BZL-Strategien helfen Landwirten gegen Frühsommertrockenheit

Sichere Erträge bei frühsommerlicher Trockenheit: 8 Tipps für Landwirte

Neue BZL-Strategien helfen Landwirten gegen Frühsommertrockenheit

Trockenheit breitet sich in immer mehr Regionen aus – besonders im Frühjahr und Frühsommer. Landwirte, die mit diesen Herausforderungen konfrontiert sind, erhalten nun neue Handlungsempfehlungen vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL). Die Leitlinien sollen ihnen helfen, ihre Anbaumethoden an die trockeneren Bedingungen anzupassen.

Die Strategien des Zentrums betonen vor allem die Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl von Kulturen und Sorten. Winterroggen etwa entwickelt sich früher als etwa Ausfallweizen und blüht sowie bildet Körner oft dann, wenn noch ausreichend Wasser verfügbar ist – ein Vorteil in Gebieten mit Frühsommertrockenheit.

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Nicht alle ertragsstarken Sorten schneiden unter trockenen Bedingungen gut ab. Manche ertragsstabilen Typen bringen zwar insgesamt weniger Ertrag, kommen aber besser mit Wassermangel zurecht. Frühreifende Sorten haben in Dürreperioden ebenfalls Vorteile, können in feuchteren Jahren mit begrenztem Sonnenlicht jedoch Probleme bekommen.

Die Bodengesundheit spielt eine zentrale Rolle für die Trockenheitsresistenz. Felder mit hohem Ertragspotenzial, aber geringem Humusgehalt leiden besonders unter Trockenphasen. Um dies zu verbessern, rät das BZL zu regelmäßiger Zugabe von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist. Diese Maßnahmen erhöhen den Humusanteil und helfen dem Boden, Feuchtigkeit besser zu speichern.

Auch die Pflanzenauswahl kann einen Unterschied machen. Kulturen wie Zuckerrüben, die über tiefe Wurzeln und ein starkes Wurzelnetz verfügen, überstehen trockene Perioden oft besser. Ein weiterer nützlicher Ansatz ist der Anbau von Pflanzen mit unterschiedlichen Spitzenwasserbedarfen. Durch eine gestaffelte Nachfrage können Landwirte das allgemeine Risiko von Trockenheitsstress verringern.

Die veröffentlichten Strategien bieten praktische Schritte für Landwirte, die mit zunehmend trockenen Bedingungen zu kämpfen haben. Durch Anpassungen bei der Fruchtfolge, die Verbesserung der Bodenqualität und eine diversifizierte Aussaatzeiten könnten Erträge trotz Wassermangel stabil gehalten werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die langfristige Widerstandsfähigkeit in betroffenen Regionen zu stärken.

Quelle