Neue Leitlinien: PSA-Test revolutioniert die Prostatakrebs-Früherkennung bei Männern
Annerose KensyWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Neue Leitlinien: PSA-Test revolutioniert die Prostatakrebs-Früherkennung bei Männern
Prostatakrebs bleibt eine der häufigsten Krebsarten bei Männern – doch eine frühe Diagnose kann Leben retten. Neue Leitlinien empfehlen nun den PSA-Test als Hauptmethode zur Früherkennung und ersetzen damit ältere Verfahren. Experten betonen, wie wichtig regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind, da Symptome oft erst in späten Stadien auftreten.
Der prostataspezifische Antigen-Test (PSA-Test) gilt inzwischen als Standardverfahren zur Prostatakrebs-Früherkennung. Ein Basiswert-Test mit Mitte 40 hilft, das individuelle Risiko einzuschätzen und den Turnus für Folgeuntersuchungen festzulegen. Bei Werten von 1,5 oder niedriger reicht eine erneute Testung nach fünf Jahren, während Ergebnisse zwischen 1,5 und 3 alle zwei Jahre eine Kontrolle erfordern. Ein PSA-Wert über 3 oder ein rascher Anstieg kann auf Krebs hindeuten.
Viele Männer meiden Vorsorgeuntersuchungen aus Unbehagen über traditionelle Methoden wie die tastende rektale Untersuchung. Laut der Deutschen Krebshilfe lassen sich nur etwa 17 Prozent der Männer regelmäßig beim Urologen untersuchen. Diese Zurückhaltung besteht trotz der Verfügbarkeit weniger belastender Alternativen.
In Deutschland sind die PSA-Testzahlen in den letzten fünf Jahren stabil geblieben oder leicht gestiegen. Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zeigen jährlich rund 2,5 bis 3 Millionen Tests. Während der Corona-Pandemie gab es einen leichten Rückgang, doch die Zahlen haben sich seitdem erholt.
Auch Krebsarten im Harntrakt – etwa in Blase, Nieren oder Hoden – zeigen oft keine frühen Symptome. Regelmäßige Vorsorge bleibt der beste Weg, um diese Erkrankungen früh zu erkennen, bevor sie fortschreiten.
Die Umstellung auf den PSA-Test soll die Früherkennung von Prostatakrebs verbessern. Mit klareren Leitlinien und weniger invasiven Methoden hoffen Gesundheitsexperten, dass sich mehr Männer untersuchen lassen. Eine frühe Diagnose erhöht die Heilungschancen – regelmäßige Vorsorge ist daher ein zentraler Baustein der Männergesundheit.
