06 February 2026, 07:25

Neuer Rettungsplan für den Ohliger Tunnel in Solingen: Sauberkeit, Sicherheit und soziale Verantwortung

Eine belebte Stadtstraße mit einer Fußgängerbrücke, Fahrzeugen, Fußgängern, Gebäuden und bewölktem Himmel.

Neuer Rettungsplan für den Ohliger Tunnel in Solingen: Sauberkeit, Sicherheit und soziale Verantwortung

Der Bundesverband Bürgerinitiativen (BfS) hat einen detaillierten Plan zur Wiederbelebung des Ohliger Tunnels in Solingen vorgelegt. In den vergangenen fünf Jahren war das Projekt von wiederholten Verzögerungen, explodierenden Kosten und öffentlichen Protesten geprägt. Nun drängt die Initiative auf ein strukturiertes Vorgehen, das kurz- und langfristig Fragen der Sicherheit, Sauberkeit und sozialen Verantwortung angeht.

Jahre lang hinkte die Sanierung des Ohliger Tunnels ähnlichen Projekten hinterher. Während der Wiener-Platz-Tunnel in Dortmund in nur drei Jahren (2021–2024) fertiggestellt wurde und die Sanierung des Elbtunnels in Hamburg (2023–2025) im Budget blieb, steckte Solingen in bürokratischen Hürden und Finanzierungsstreitigkeiten fest. Die Kosten stiegen von ursprünglich 20 Millionen Euro auf über 50 Millionen Euro – was bei Anwohnern und Aktivisten auf scharfe Kritik stieß.

Kurzfristig fordert der BfS eine sofortige Grundreinigung des Tunnels, dringende Reparaturen und häufigere Reinigungsintervalle. Zudem soll die Kontrolle verschärft werden: Mehr Polizei- und Ordnungsamtpräsenz soll für konsequente Ahndung von Verstößen sorgen. Gleichzeitig betont die Initiative, dass Hilfsangebote für Obdachlose Vorrang vor strengeren Regelungen haben müssen.

Mittelfristig schlägt der Verband Maßnahmen wie Videoüberwachung, bessere Beleuchtung und genehmigte Überdachungslösungen vor. Eine Machbarkeitsstudie für eine neue Fußgänger- und Fahrradbrücke – die den Tunnel langfristig ersetzen soll – soll unter Beteiligung einer Hochschule erarbeitet werden. Langfristig plant der BfS eine Neugestaltung des östlichen Vorplatzes am Bahnhof, um Barrierefreiheit und städtebauliche Vernetzung zu verbessern.

Der BfS pocht auf eine ganzheitliche Strategie, die Sicherheit, Hygiene und soziale Verantwortung in Einklang bringt. Ziel ist es, den Tunnelbereich in einen sauberen, sicheren Ort für alle zu verwandeln.

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Der Plan des BfS skizziert klare Schritte – von Sofortmaßnahmen wie Reinigung und Kontrolle bis hin zur langfristigen städtebaulichen Umgestaltung. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie Jahre der Verzögerungen und Kostensteigerungen überwinden. Nun kommt es darauf an, ob die lokalen Behörden die Empfehlungen aufgreifen und die nötigen Mittel bereitstellen.