28 January 2026, 13:55

Niko Kovačs Erfolgsbilanz beim BVB – warum die Kritik trotzdem wächst

Ein junger Mann in einem blauen Trikot von Everton FC steht auf einem grünen Fußballfeld.

Niko Kovačs Erfolgsbilanz beim BVB – warum die Kritik trotzdem wächst

Niko Kovačs Saison mit Borussia Dortmund bringt starke Ergebnisse – und wachsende Zweifel

Unter Trainer Niko Kovač hat Borussia Dortmund nach 19 Bundesliga-Spielen nur eine Niederlage kassiert, doch trotz der soliden Bilanz mehren sich die Fragen nach Spielstil und Kontinuität. Hinter den Kulissen wächst die Kritik an der Arbeit des Coaches, obwohl seine Statistik überzeugt.

Kovač übernahm den BVB Mitte 2024 und hat seitdem 54 Partien betreut – mit 32 Siegen und lediglich 10 Niederlagen. Die Mannschaft steht in der Bundesliga an der Spitze mit und ist kurz davor, das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Doch das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal-Achtelfinale bleibt ein seltenes, aber schmerzhaftes Stolpern.

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Besonders unter der Lupe stehen Kovačs taktische Entscheidungen. Anders als frühere Dortmund-Teams setzt er nicht auf klassische Flügelspieler – eine Strategie, die einst den Offensiverfolg des Clubs prägte. Stattdessen fehlt es den Auftritten oft an Schwung, und Schlüsselspieler erreichen nicht die erwartete Leistung. Vereinsverantwortliche wie Sportdirektor Sebastian Kehl fordern eine Rückkehr zu schnellem, dynamischem Flügelspiel und dominanteren Auftritten.

Doch es geht nicht nur um Taktik: Die Clubführung pocht auf eine stärkere Förderung des Nachwuchses. Zwar sind Kovačs Ergebnisse kaum zu beanstanden, doch interne Stimmen betonen, dass langfristiger Erfolg mehr erfordert als nur Siege. Der Druck zur Weiterentwicklung ist spürbar – selbst in einer Saison, in der der BVB um Titel mitspielt.

Bisher war Dortmunds Saison von Erfolg und Unbehagen geprägt. Kovačs Fähigkeit, Punkte zu holen, hat die Forderungen nach einem Kurswechsel nicht zum Verstummen gebracht. Der Verein steht nun vor der Herausforderung, die starke Tabellenposition zu halten und gleichzeitig die Bedenken zu Spielweise, Nachwuchsförderung und offensiver Identität zu adressieren.