NRW-Bahnen stabilisieren Betrieb trotz Fachkräftemangel und reduzieren Zugausfälle drastisch
Marie-Theres SegebahnNRW-Bahnen stabilisieren Betrieb trotz Fachkräftemangel und reduzieren Zugausfälle drastisch
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle wegen Personalmangels deutlich reduziert. Trotz des anhaltenden Fachkräftemangels bei Lokomotivführern kommen die Züge auf wichtigen Strecken nun zuverlässiger für die Fahrgäste.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 wurden deutlich weniger Züge kurzfristig gestrichen als im gleichen Zeitraum 2022. Beim Rhein-Münsterland-Express (RE 7) sank die Zahl der spontanen Ausfälle zwischen Januar und März um 71 Prozent. Die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) verzeichnete einen Rückgang um 82 Prozent, während die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) 72 Prozent weniger Stornierungen hatte.
Die Betreiber haben zwar nicht das Gesamtangebot ausgeweitet, aber die Störungen besser planbar gemacht. Auf Strecken mit häufigen Ausfällen reduzierten sie die geplanten Fahrten um etwa vier Prozent – das entlastet Linien wie den Rhein-Ruhr-Express (RRX) und stabilisiert den Betrieb.
Ziel ist es, bis 2026 wieder den vollen Original-Fahrplan anzubieten. Dafür sollen bis Dezember 2025 genug Lokomotivführer eingestellt werden, um auf möglichst vielen Strecken den regulären Takt wiederherzustellen.
Fahrgäste erleben auf den Hauptverbindungen nun weniger unerwartete Ausfälle. Die Abnahme der kurzfristigen Streichungen ist vor allem besserer Planung geschuldet – nicht einer Ausweitung des Angebots. Die vollständige Wiederherstellung des Fahrplans bleibt das langfristige Ziel der Betreiber in der Region.
