NRW profitiert von Reform der Filmförderung – mehr Investitionen in deutsche Produktionen
Tilo RohtNRW profitiert von Reform der Filmförderung – mehr Investitionen in deutsche Produktionen
Nordrhein-Westfalen begrüßt Pläne der Bundesregierung zur Reform der Filmförderung
Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Pläne der Bundesregierung zur Reform der Filmförderung begrüßt. Die neuen Regelungen verpflichten Streaming-Plattformen und Sender, mindestens 8 % ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in die Produktion zu investieren. Landesvertreter betonen, dass die Änderungen Produzenten in NRW unterstützen werden – einer Region, die bereits jetzt die deutsche Unterhaltungsbranche anführt.
Die Bundesregierung hat sich auf ein Kompromissmodell zur Neugestaltung der Filmförderung geeinigt. Nach dem neuen Gesetz müssen Anbieter einen Teil ihrer Budgets in europäische und deutsche Produktionen stecken, wobei konkrete Quoten für deutschsprachige Inhalte gelten. Unternehmen, die mehr als 12 % ihrer Einnahmen investieren, können zudem individuelle Vereinbarungen mit Produktionsfirmen aushandeln. Die Förderung für kommerzielle Filmproduktionen steigt auf 250 Millionen Euro pro Jahr.
NRW bleibt das wichtigste Zentrum für Film- und Fernsehproduktionen in Deutschland. 2024 entfielen 44 % aller bundesweit produzierten Minuten auf das Land – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte seit 2022. Bayern folgt mit 19 %, Berlin liegt bei 13 %. Besonders stark ist die Region im Bereich digitaler und On-Demand-Inhalte: 158 Produktionsfirmen sind in und um Köln ansässig.
Die Landesbehörden loben die Reformen als wichtigen Impuls für lokale Produzenten. Ziel ist es, mehr Investitionen in deutschsprachige Projekte zu lenken und NRWs Position als führender Standort der Branche weiter zu festigen.
Die neuen Förderregeln treten in den kommenden Monaten in Kraft. Streaming-Dienste und Sender müssen dann einen festen Anteil ihrer Einnahmen in Produktionen stecken, mit besonderem Fokus auf europäische und deutsche Werke. Die Landesregierung NRWs erwartet, dass die Reformen den boomenden Unterhaltungssektor der Region zusätzlich stärken werden.
