NRW-Kabinett zu Kitas: Mehr Geld, weniger Bürokratie - NRW reformiert Kita-Finanzierung: Mehr Geld, weniger Bürokratie ab 2027
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat umfassende Reformen der Kita-Finanzierung angekündigt. Die Änderungen sollen Trägern mehr finanzielle Stabilität und Flexibilität bieten und gleichzeitig Bürokratie abbauen. Familienministerin Josefine Paul (Grüne) bezeichnete die Pläne als einen „wichtigen Schritt“, um die Betreuungszuverlässigkeit für Eltern zu verbessern.
Ab dem 1. August 2027 wird das Land die Grundförderung nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) um 200 Millionen Euro erhöhen. Diese Aufstockung soll Kitas mehr Planungssicherheit geben. Zusätzlich werden 50 Millionen Euro bereitgestellt, um weiteres Personal einzustellen und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Weitere 50 Millionen Euro fließen in eine praxisintegrierte Ausbildung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit sollen die Qualifikationen des Personals gestärkt und die Personalgewinnung erleichtert werden. Parallel dazu werden 1,5 Milliarden Euro in die Sanierung und Modernisierung der Kita-Infrastruktur im gesamten Land investiert.
Die Reformen sehen zudem mehr Eigenverantwortung für die Einrichtungen vor: Kita-Träger können künftig selbst über Betreuungsschlüssel und tägliche Öffnungszeiten entscheiden – mindestens fünf Stunden pro Tag sind jedoch verpflichtend. Ministerin Paul kündigte an, Prüfverfahren zu vereinfachen und überflüssige Dokumentationspflichten zu streichen, um den Verwaltungsaufwand zu verringern.
Die Landesregierung plant weitere Gespräche mit kommunalen Spitzenverbänden und Trägern. Im Mittelpunkt stehen dabei eine grundlegende Neuordnung des Kita-Systems, um nachhaltige Verbesserungen zu erreichen.
Die finanziellen Aufstockungen und strukturellen Änderungen treten 2027 in Kraft. Die Kitas erhalten dann mehr Spielraum bei Personal und Öffnungszeiten sowie höhere finanzielle Unterstützung. Ziel der Reformen ist es, die Kinderbetreuung in ganz Nordrhein-Westfalen zuverlässiger und familienfreundlicher zu gestalten.






