NRW setzt auf mehr Kameras und Bodycams gegen Gewalt im ÖPNV
Sicherheitsmaßnahmen im ÖPNV von Nordrhein-Westfalen werden ausgeweitet
Aufgrund steigender Bedrohungs- und Gewaltvorfälle werden die Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Nahverkehr von Nordrhein-Westfalen verstärkt. Der Einsatz von Überwachungstechnik in Zügen und Bussen wird daher flächendeckend ausgebaut.
Allein im vergangenen Jahr wurden in NRW über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Angriffe auf Bahnmitarbeiter verzeichnet – ein deutlicher Anstieg. Als Reaktion darauf setzen immer mehr Busse und Züge auf Kameras, um Straftaten vorzubeugen und Ermittlungen zu unterstützen.
Bereits jetzt sind rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in der Region mit Videosystemen ausgestattet. Zudem steht ein Landesprogramm zur Ausweitung der Überwachung an kleineren und mittelgroßen Bahnhöfen kurz vor dem Abschluss: Fast 100 Stationen wurden bereits modernisiert.
Bodycams gehören inzwischen zur Standardausrüstung der Sicherheitskräfte, die in Zügen und auf Bahnhöfen patrouillieren. Einige Bahnunternehmen stellen sie ihren Mitarbeitern auf freiwilliger Basis zur Verfügung. Pilotprojekte im Rheinland zeigen, dass die Kameras dazu beitragen, Konflikte zu entschärfen und die Sicherheit zu erhöhen. Allein das Einschalten einer Bodycam kann aggressives Verhalten ändern und angespannte Situationen beruhigen.
Für die Zukunft ist geplant, alle Züge in NRW mit einer vollständigen Kameraüberwachung nachzurüsten. Die Systeme sollen auf Cloud-Speicherung setzen und möglicherweise KI-gestützte Risikoerkennung nutzen.
Ziel des Ausbaus ist es, die Sicherheit für Personal und Fahrgäste zu verbessern. Neue Busse sind bereits serienmäßig mit Videosystemen ausgestattet, während ältere Fahrzeuge nachgerüstet werden. Die Maßnahmen sind eine klare Reaktion auf die wachsenden Sicherheitsbedenken im öffentlichen Nahverkehr.
