NRW übernimmt GEMA-Gebühren für gemeinnützige Vereine ab 2026
Marie-Theres SegebahnNRW übernimmt GEMA-Gebühren für gemeinnützige Vereine ab 2026
Nordrhein-Westfalen hat eine neue Initiative zur Unterstützung von Ehrenamtsorganisationen angekündigt. Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt das Land die GEMA-Gebühren für bestimmte gemeinnützige, karitative und kirchliche Veranstaltungen. Damit soll die finanzielle Belastung für Vereine verringert werden, die kleine Veranstaltungen mit Live- oder aufgezeichneter Musik ausrichten.
Die Regelung gilt für Veranstaltungen ohne Eintrittsgeld und in Räumlichkeiten bis zu 500 Quadratmetern. Jede Organisation kann im Rahmen der Pauschalvereinbarung bis zu vier Veranstaltungstage pro Jahr geltend machen. Konzerte, Tanzveranstaltungen und gestreamte Aufführungen unterliegen weiterhin den üblichen GEMA-Bestimmungen.
Für die Initiative stellt das Land bis Ende 2027 insgesamt 3 Millionen Euro bereit. Rund 33.500 Vereine und Organisationen in der Region werden davon profitieren. Geprüft wird derzeit auch, ob Karnevalsumzüge und Schützenfestprozessionen künftig einbezogen werden könnten.
Sebastian Haug, CDU-Landtagsabgeordneter aus Solingen, lobte die Entscheidung. Sie sende ein klares Signal der Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement, so Haug. Die Landesregierung erhofft sich von der Maßnahme eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts und mehr bürgerschaftliches Engagement.
Die neue Regelung soll die Organisation von Vereinsfesten, Jubiläen und ähnlichen Veranstaltungen erleichtern. Sie unterstreicht das Bekenntnis des Landes zur Förderung des Ehrenamts und zur Senkung der Kosten für gemeinnützige Aktivitäten. Das Programm läuft zunächst bis Ende 2027.






