Ohligs City Center: Streit um Parkplätze und Fahrradrouten spaltet die Stadt
Leokadia MansOhligs City Center: Streit um Parkplätze und Fahrradrouten spaltet die Stadt
Pläne zur Umgestaltung des Ohligs City Centers stoßen auf heftigen Widerstand bei lokalen Verantwortungsträgern. Bezirksbürgermeister Westkämper bezeichnete die aktuellen Vorschläge als "einen Angriff auf die berechtigten Interessen von Unternehmen und Anwohnern". Auch die CDU-Fraktion lehnte die Pläne ab und fordert umfassende Überarbeitungen, bevor Änderungen umgesetzt werden.
Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen die Neugestaltung des Cityrings und eine neue Fahrradroute, durch die voraussichtlich Parkplätze wegfallen werden. Berichten vom 26. Februar 2026 zufolge könnte allein das Cityring-Projekt etwa 70 Stellplätze kosten, während die Veloroute weitere 100 Parkmöglichkeiten eliminieren würde. Westkämper warnte, dass weniger Parkplätze die ohnehin angeschlagene Einzelhandelsbranche in Ohligs zusätzlich belasten würden.
Bei der letzten Sitzung des Ohligs-Altstädter-Mülheimer Bezirksrates (OAM) wurde der Tagesordnungspunkt zur Umstrukturierung der Zufahrtswege vertagt. Westkämper kritisierte die Stadtverwaltung dafür, Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation zu ignorieren und betroffene Geschäftsinhaber nicht einzubinden. Er bestand auf weiteren Dialog, bevor Entscheidungen getroffen werden.
Die Verwaltung drängt auf eine Frist im Februar, um den Fahrplanwechsel am 14. Juni einzuhalten. Westkämper jedoch setzt auf eine durchdachte Lösung statt auf Tempo. Zwar zeigte er sich gesprächsbereit, betonte aber die Notwendigkeit eines "vernünftigen Kompromisses", der die Interessen von Autofahrern, Radfahrern und lokalen Unternehmen in Einklang bringt.
Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, und die genaue Zahl der verbleibenden Parkplätze in Ohligs bleibt unklar. Der Zeitplan der Verwaltung kollidiert mit Forderungen nach breiterer Beteiligung. Unternehmen und Anwohner warten nun auf weitere Verhandlungen, bevor es zu Umstrukturierungen kommt.
