"Panama Papers"-Prozess in Köln: Schweizer soll Steuerhinterziehung ermöglicht haben

Marie-Theres Segebahn
Marie-Theres Segebahn
2 Min.
Ein aufgeschlagenes Buch mit handgeschriebenem Text, wahrscheinlich ein Dokument aus der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen am unteren Rand.Marie-Theres Segebahn

Prozess um die 'Panama Papers' in Deutschland beginnt - "Panama Papers"-Prozess in Köln: Schweizer soll Steuerhinterziehung ermöglicht haben

Am Landgericht Köln hat ein großer Prozess im Zusammenhang mit dem "Panama Papers"-Skandal begonnen. Im Mittelpunkt steht ein 56-jähriger Schweizer, dem vorgeworfen wird, Kunden durch Briefkastenfirmen bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Fast ein Jahrzehnt nach dem spektakulären Datenleck ziehen sich die juristischen Folgen für die Beteiligten weiterhin hin.

Der Angeklagte muss sich wegen der Bildung krimineller Vereinigungen und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung in zwei getrennten Fällen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen 2002 und 2019 die Gründung von Offshore-Firmen in Panama und anderen Steueroasen ermöglicht zu haben. Diese Unternehmen sollen die wahren Eigentümer verschleiert und Finanztransaktionen undurchsichtig gestaltet haben, wodurch schätzungsweise 13 Millionen Euro an Steuern vorenthalten wurden.

Der Prozess konzentriert sich auf 50 Briefkastenfirmen, die mit Mandanten aus dem Kölner Raum in Verbindung stehen. Der Angeklagte hat eine Teilschuld eingeräumt und Bedauern für sein Handeln geäußert. Dennoch wird das Gericht in sieben veranschlagten Verhandlungstagen das volle Ausmaß seiner Verstrickung prüfen.

Der Fall ist Teil der weltweiten Nachwehen des "Panama Papers"-Leaks von 2016. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu den globalen Strafverfolgungen, doch löste die Enthüllung Rücktritte, Ermittlungen und Klageverfahren in zahlreichen Ländern aus. Allein in Deutschland steht für 2026 ein separater Prozess gegen einen Partner der Kanzlei Mossack Fonseca wegen ähnlicher Vorwürfe an.

Die Verhandlungen in Köln werden voraussichtlich morgen fortgesetzt, wenn das Gericht Beweismaterial und Zeugenaussagen prüft.

Der Prozess markiert einen weiteren Schritt in den langwierigen juristischen Konsequenzen der "Panama Papers".

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