Parfümerie Pieper beantragt Eigenverwaltung – 140 Filialen in der Schwebe
Annerose KensyParfümerie Pieper beantragt Eigenverwaltung – 140 Filialen in der Schwebe
Die bekannte Parfümeriekette Pieper mit Sitz in Herne hat Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen, das über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt, betreibt bundesweit mehr als 140 Filialen – der Großteil davon im Ruhrgebiet.
In jüngster Zeit sah sich das Unternehmen mit Herausforderungen konfrontiert, darunter die Schließung von neun Standorten in Nordrhein-Westfalen, die allesamt im Ruhrgebiet lagen. Damit verbleiben noch 113 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Rund 27 dieser Geschäfte liegen außerhalb des Ruhrgebiets, vor allem in Niedersachsen, Bremen und Hamburg.
Trotz des Insolvenzantrags betont Pieper, dass der Geschäftsbetrieb vorerst wie gewohnt weiterläuft. Im Geschäftsjahr 2021/22 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 113,7 Millionen Euro. Dank des deutschen Insolvenzgelds sind die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für die kommenden drei Monate gesichert.
Unklar bleibt jedoch die langfristige Zukunft des Unternehmens, einschließlich möglicher Stellenstreichungen oder weiterer Filialschließungen.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird über die nächsten Schritte für die Belegschaft und die verbleibenden Standorte entschieden. Bis auf Weiteres erhalten die Beschäftigten ihre Bezüge, und Kunden können wie gewohnt einkaufen. Der Ausgang des Verfahrens wird den weiteren Weg des Unternehmens bestimmen.
